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Moerser Nachwuchs fordert die Elite heraus

Renee Oymann vom FC Moers (rechts) belegte in Cottbus Rang 27.

 

Moers. Nach Cottubs ging jetzt die Reise für die Aktiven des Fecht-Club Moers. Der Florett-Nachwuchs nach am DFB-Qualifikationsturnier teil. Mit Celine Pachmann, Greta Jansen, Emily Klockhaus, Viviana Polotzek, Renee Oymann und Merle Ruers gingen gleich sechs FC-Fechterinnen an den Start, die allesamt noch in jüngeren Jahrgängen startberechtigt sind.

„Wir wollen unseren Talenten so früh wie möglich die Gelegenheit geben sich zu beweisen“, so der Moerser Stützpunkttrainer Matthias Block, wohlwissend, dass seine junge Truppe keine großen Chancen gegen Fechterinnen. wie die siebenfache Deutsche Meisterin Anne Sauer oder das Ausnahmetalent und mehrfache Welt- und Europameisterin Leonie Ebert, haben wird.

Dazu sind die Moerser Fechterinnen einfach noch zu jung. Und, natürlich freuten sich die Moerser Trainer und Fechterinnen auf das Wiedersehen mit Pia Ueltgesforth, die mittlerweile für den FC Tauberbischofsheim die Klingen kreuzt.

Bereits nach der Vorrunde des 84 Starterinnen umfassenden Feldes kam das Aus für Greta Jansen und Celine Pachmann. „Greta hat in den vergangenen Turnieren hervorragende Leistungen gezeigt, da war die Luft halt mal etwas raus“, so die versöhnlichen Worte von Trainer Block. Celine Pachmann beendete das Turnier auf Rang 73, Greta Jansen fand sich auf Platz 70 wieder. Alle weiteren Fechterinnen erreichten die K.o-.Runde der letzten 64 Fechterinnen. Hier kam das Aus für Emily Klockhaus. Sie unterlag ihrer 14 Jahre älteren Kontrahentin Jessica Mamok aus Münster.

Gutes Gefecht

Auch für Viviana Polotzek kam nach einem guten Gefecht das Aus gegen die weit höher eingeschätzte Freya Cenker aus Österreich. Für Viviana Polotzek stand am Ende Platz 41 auf der Anzeigetafel, Emily Klockhaus konnte mit Platz 43 ebenfalls gut leben. Eine Überraschung hingegen gelang Renee Oymann, das erst 14-jährige Moerser Talent gewann souverän mit 15.8 gegen die Berlinerin Jerssica Kinzel.

Und zog damit in die Runde der besten 32 Fechterinnen ein. Ebenfalls die nächste Runde erreichte Merle Ruers. Sie konnte die Hanauerin Marie Schmidt mit 15:8 klar auf Distanz halten. Auch wenn beide Moerser Fechterinnen in der nächsten Runde das Aus ereilte, konnten die Moerser Fechtamazonen mit ihren Ergebnissen und der gezeigten Leistung hochzufrieden zurück in die ehemalige Grafenstadt reisen. Renee Oymann erreichte bei ihrem ersten Aktiventurnier Rang 27 während es Merle Ruers sogar auf Platz 22 schaffte.

Etwas traurig war man in den Moerser Reihen allerdings schon. Verletzte sich doch die ehemalige Vereinskameradin Pia Ueltgesforth während eines Gefechtes so unglücklich, dass sie in der Runde der letzten 32 Fechterinnen aus dem Turnier aussteigen musste. Am Ende stand für sie ein Platz 21 auf dem Papier. „Insgesamt können wir mit den hier gezeigten Leistungen zufrieden sein“, so Trainer Block nach dem Turnier.

Sieg von Linn-Marie Völker

Einen besonderen Turniererfolg konnte an diesem Wochenende Linn-Marie Völker für sich verbuchen. Im Rahmen einer Urlaubsreise durch Schweden nahm sie am „2018 Sydsvenska cupen – Ystadstöten höst“ Turnier im südschwedischen Ystad teil und konnte dort bei einem gemischten Schülerturnier den ersten Platz erzielen.

„Es klingt ja schon verrückt genug, dass unsere Fechterinnen und Fechter ihre Fechtsachen mit in den Urlaub nehmen. Den Club dann aber auch noch erfolgreich bei einem Turnier zu präsentieren macht uns natürlich besonders stolz. Gratulation an Linn-Marie.“, so Markus Tenbergen, der 1. Vorsitzende des Moerser Fechtclubs.

Wolfgang Jades

Nils Fabinger ist in bestechender Form

Nils Fabinger (vorne) ist derzeit in bestechender Form und erreichte bei den Turnieren in München und Burgsteinfurt jeweils das Finale. Dabei holte er wichtige Punkte für die jeweiligen Ranglisten.

 

Moers.   Bei den Turnieren in München und Burgsteinfurt erreicht das große Talent des FC Moers jeweils das Finale und holt zweimal Silber

Nils Fabinger vom Fechtclub Moers ist derzeit in einer unglaublichen Form. Innerhalb einer Woche stellte er dies gleich zweimal unter Beweis. Bei Turnieren in München und jetzt in Burgsteinfurt erreichte er jeweils das Finale fechten.

Greta Jansen wird in Jena Dritte

Greta Jansen hört hier während des Brendow-Cups im vergangenen Jahr ganz genau dem Moerser Assistenztrainer Matthias Neuhaus zu Foto:Archiv/Markus Joosten

 

Einige Fechter vom Moerser Fechtclub hätten eigentlich schon am vergangenen Wochenende in Jena bleiben können. Mussten sie doch dort erneut antreten, beim Turnier der Damen und Herren in der Altersklasse Junioren. Der Moerser Stützpunkttrainer Matthias Block hatte dort „wichtige Ranglistenpunkte“ für „eine gute Ausgangsposition für die beginnende internationale Saison“ im Blick. Leider setzten das aber nur die Damen um, deutlich besser als die Moerser Herren, die mit Gregor Branscheid, Nils Fabinger, Anton Jansen und Niklas Stieren antraten, und Tim Sauermann, der am Landesleistungsstützpunkt beim FCM trainiert und für Düsseldorf startet.

Das gesamte Quintett kam durch die Vorrunde. Doch gleich in seinem ersten K.-o.-Gefecht musste Niklas Stieren völlig überraschend gegen den Berliner Enrico Wolter als 65. die Segel streichen. Das gleiche Los ereilte in der Runde der letzten 64 Fechter Gregor Branscheid (46.) gegen Nils Michael Schramm vom Bonner Internat, und auch Tim Sauermann (51.) unterlag beim 10:15 gegen Joey Köhler ebenfalls einem Berliner.

Nils Fabinger wackelte beim 15:10 gegen Florian Ferizi aus Frankenthal und flog in der Runde der besten 32 Fechter gegen Merlin Borowiak mit 12:15 als 20. überraschend früh aus dem Wettbewerb. Doch Anton Jansen hielt die Moerser Farben hoch, nach dem er sich etwas überraschend gegen den Münchner Michael Kothieringer mit 15:13 durchgesetzt hatte und bei den besten 32 mit 15:10 den Weinheimer Sebastiano Gröteke bezwang. Doch unter den letzte 16 Fechtern stand ihm nun der amtierenden Deutsche Juniorenmeister Luis Klein aus Tauberbischofsheim gegenüber. Jansen unterlag, wurde 16., sackte sechs Punkte für die Deutsche Junioren Rangliste ein, in der er auf den 15 Rang vorrückte. Fabinger ist dort 18. – als A-Jugendlicher, wo er auf dem 9. Platz liegt. Am Ende zeigte sich Matthias Block durchaus versöhnlich und zufrieden. „Anton hat hier heute gut gefochten aber auch die anderen Jungs haben gezeigt, dass man mit ihnen rechnen muss.“

„Enormes Selbstvertrauen“

Den Familiennamen Jansen vertrat bei den FCM-Damen dann Schwester Greta. Ebenfalls erfolgreich. „Greta hat in den vergangenen Wochen enorm an Selbstvertrauen aufbauen können – und dass sie fechten kann steht sowieso außer Frage“, so der Moerser Fechttrainer Saeid Nourouzi. Der konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht mit nach Jena. Emily Klockhaus, Renee Oymann, Celine Pachmann, Viviana Polotzek, Merle Ruers, Merle Stieren, Amelie Wetzling und die für Düsseldorf startende Liliane Bätz komplettierten die FCM-Riege, von denen lediglich Greta Jansen eine „echte“ Juniorin ist. Der Rest darf noch in der A-Jugend fechten. Die Ex-Moerserin Pia Ueltgesforth, die nun für den FC Tauberbischofsheim startet, war auch vor Ort.

Liliane Bätz schied leider nach der Vorrunde als 100. aus. Alle anderen Moerserinnen kamen durch die erste K.-o.-Runde unter die besten 64 Fechterinnen Dort unterlagen dann Amelie Wetzling als 64., Celine Pachmann als 61., Merle Stieren als 56. gegen die spätere Turniersiegerin Anne Kirsch sowie Emily Klockhaus als 51. gegen Maike Erhardt – beide aus Weinheim. Renee Oymann wurde 45. und Viviana Polotzek wurde 43., verlor mit 13:15 knapp gegen Carla Zeyn aus Hanau. Merle Ruers setzte sich hingegen mit 15:13 gegen Tina Wenzke aus Oschatz durch, zog neben Greta Jansen in die Runde der letzten 32 Fechterinnen ein. Dort wurde sie sensationell 26., nach tollem Kampf gegen die topgesetzte Sophie Irene Brunets aus Tauberbischofsheim.

Für Greta Jansen ging’s weiter. Nach 15:10 gegen Anne Sophie Schneegans aus Pinneberg, 15:10 gegen Carlotta Sophie Morandi und einem 15:12 in einem nervenaufreibenden Gefecht gegen die WM- und EM-Teilnehmerin Sophia Werner, (beide aus Berlin) war ihr Bronze sicher. Für mehr musste auch sie an Anne Kirsch vorbei, die in diesem Jahr beim Moerser Sparkassen-Cup noch Pia Ueltgesforth unterlag. Aber das klappte für Greta Jansen leider nicht. Sie wurde tolle Dritte.

Uwe Zak

FCM-Mädchen mit starker Leistung in Jena

Renee Oymann (FC Moers, rechts) kam beim Turnier in Jena bis in die Runde der letzten Acht. Foto:Oleksandr Voskresenskyi

 

Moers. Gleich zu zwei Turnieren ging es für die Fechterinnen und Fechter vom Moerser Landesleistungszentrum in den Osten der Republik. Während sich die A-Jugendlichen Mädchen zur ersten Punktejagd für die DFB-A-Jugendrangliste auf den Weg nach Jena machten, ging es für die Florettschüler nach Bitterfeld, wo die Verteidigung des Bitterfelder Schwertes auf dem Programm stand.

„Das wird der erste richtige Härtetest für unsere jungen A-Jugendlichen“, so Trainer Matthias Block vor dem Turnier in Jena. Beim Fair-Ressort Cup gingen insgesamt 126 Starterinnen in der Altersklasse der U17 an den Start. Der Fechtclub Moers ging gleich mit zwölf Starterinnen auf die Bahnen. „Für unsere zum Teil noch B-Jugendlichen ist es ein besonderes Erlebnis hier starten zu können. Trotzdem sollten alle unsere Fechterinnen in der Lage sein die Vorrunde zu überstehen“, so die Vorgabe von Trainer Block.

Vorrunde überstanden

Und die jungen Talente aus Moers machten ihre Sache gut. Alle überstanden die Vorrunde. In der ersten K.o.-Runde erwischte es aber erwartungsgemäß die ersten jungen Moerser Mädchen. Vivian Marie Hendler beendete das Turnier auf Rang 97, Nicole Hartfelder auf Platz 90, Amelie Wetzling und Stina Reimelt belegten die Plätze 84 und 85 und Sophia Meißner konnte sich auf Rang 77 einordnen.

Etwas überraschend kam das Aus für Merle Stieren, die ihr erstes K.-o.-Gefecht ebenfalls verlor und auf Rang 67 aus dem Turnier ausschied. Zum Moerser Duell kam es in der ersten K.-o.-Runde zwischen Eva Engler und Viviane Polotzek, dass Engler nach einem spannenden Gefecht mit 15:12 gewann. Damit zog Engler in die Runde der letzten 64 Fechterinnen ein, während für Viviane Polotzek mit einem guten Rang 65 das Turnier vorbei war.

Mit der für Düsseldorf startenden Liliane Bätz sowie den Moerser Eigengewächsen Renee Oymann, Celine Pachmann, Eva Engler, Merle Ruers und der erst vor einer Woche mit dem NRZ-Nachwuchspreis ausgezeichneten Emily Klockhaus, erreichten immerhin sechs Fechterinnen des Landesleistungsstützpunktes die Runde der letzten 64 Fechterinnen.

Hier kam das Aus für Liliane Bätz. Sie unterlag der Hanauerin Marie Schmidt. Auch Eva Engler musste nun ihrer drei Jahre älteren Gegnerin Cora Elisabeth Schaller aus Radebeul den Vortritt lassen. Celine Pachmann, die eine nicht ganz so tolle Vorrunde gefochten hatte, traf schon früh auf eine der Turnierfavoritinnen. Gegen die spätere zweitplatzierte Anna Zoni aus Tauberbischofsheim konnte Celine Pachmann lang das Gefecht offen halten, musste sich aber am Ende mit 10:15 geschlagen geben. Emily Klockhaus, Renee Oymann und Merle Ruers konnten ihre Gefechte gewinnen und in die Runde der besten 32 Fechterinnen einziehen. Für Liliane Bätz war es am Ende Rang 55, Celine Pachmann fand sich auf Platz 62 wieder und Eva Engler konnte mit Platz 64 sehr zufrieden sein.

15:1-Sieg von Renee Oymann

Auch in der Runde der letzten 32 Fechterinnen waren die verbliebenden Moerser Amazonen nicht zu stoppen. Emily Klockhaus bezwang die Berlinerin Anne-Sophie Halbherr mit 15:7 und Merle Ruers konnte die Englerbezwingerin Schaller mit 15:6 ausschalten. Besonders beeindruckend war in dieser Runde aber der 15:1-Sieg von Renee Oymann über Antonia Finkenstaedt vom FC Grunewald. Finkenstaedt war immerhin viertplatzierte nach der Vorrunde.

Damit hatten drei Fechterinnen aus Moers die Runde der letzten 16 erreicht. Allein das war in Jena schon ein toller Erfolg. Aber, die Mädchen aus der ehemaligen Grafenstadt waren noch nicht fertig. Während Emily Klockhaus ihr Duell gegen Anna Sophie Kothieringer aus München verlor und an Position elf aus dem Turnier ausschied, konnten Merle Ruers und Renee Oymann ihre Gefechte gewinnen und standen in der runde der letzten acht Fechterinnen.

Hier war aber auch für die verbliebenden Moerserinnen Schluss. Merle Ruers unterlag Lucia Arnela aus Saarbrücken und Renee Oymann scheiterte knapp mit 12:15 an Klockhausbezwingerin Sophie Kothieringer.

„Die Mädchen können stolz auf ihre Platzierungen sein“, so Block. Durch die guten Platzierungen in Jena belegen nun Emily Klockhaus, Merle Ruers und Renee Oymann die Platze neun bis elf der aktuellen Deutschen A-Jugend Rangliste.

Uwe Zak

 

Der Brendow-Cup ist da, wo er hingehört

Emily Klockhaus (rechts) gegen Xenia Maul im Finale bei den A-Jugend-Damen. Mit 13:15 unterlag die Moerserin knapp. Foto:Jörg Stieren

 

Moers. Bange machen, gilt nicht, heißt es auch beim Fechtclub Moers. Jedenfalls lädt der Verein zu seinen eigenen Turnieren eher kein Fallobst ein. Genau wie beim diesjährigen Brendow-Cup, der dritten Auflage des Ranglisten-Spektakel unter diesem Namen. Mit den niederländischen Vertretern von s.v. Ter Weer hatte sich der FC Moers jedenfalls einen Kontrahenten ins Haus geholt, der bereits ein, zwei Finger an dem Cup hatte, den die Moerser Mannschaft in den Einzelgefechten erstens verteidigen musste und zweitens auf keinen Fall aus den Händen geben wollte. Denn der Brendow-Cup gehört nach Moers. Alles andere wäre quasi ein Vereinsunfall. Der aber auch in diesem Jahr nicht eingetreten ist. Die Moerser Florett-Riege hat den Pott in Moers behalten. Und das mit dem bislang größten Vorsprung.

30 Punkte hatte die Moerser Mannschaft am Ende auf der Habenseite. Elf Zähler standen auf dem Konto vom s.v. Ter Weer, gefolgt vom SC Amsterdam mit neun Punkten. Folglich belegten zwei niederländische Vereine die Plätze. Allerdings war das Nachbarland mit den beiden Klubs und s.v. O.K.K., s.v. Heerenleed, Holland Schermen, s.v. Tréville, Zaal Amsterdam Zuid, s.v. Beau Geste auch mit acht Mannschaften vertreten. Aus Belgien kam noch Omnisword dazu, und mit Jiacheng Yu trat sogar eine Chinesin an – allerdings für den DFC Düsseldorf.
Positiver Trend aus Bonner Turnier

Jedenfalls hat sich der positive Trend aus dem Bonner Turnier fortgesetzt, wie der 1. Vorsitzende vom FC Moers, Markus Tenbergen, freudestrahlend bemerkte. So holte die Mannschaft des Gastgebers in den verschiedenen Altersklassen fünfmal Gold, viermal Silber und siebenmal Bronze bei 16 Einzelentscheidungen. Und bereits nach dem ersten Tag zeichnete sich der Erfolg der Moerser ab. Da war der Abstand schon deutlich.

Mehr als ihr Scherflein dazu beigetragen hat Greta Jansen, die bei den Juniorinnen die Goldmedaille und bei den Aktiven Silber geholt hatte. Mit diesem überragenden Ergebnis in zwei unterschiedlichen Altersklassen war sie dann auch die erfolgreichste Moerser Fechterin. „Greta hat an diesem Wochenende durchgehend konzentriert gefochten und ihre guten Leistungen der letzten Turnier bestätigt“, freute sich am Ende auch FCM-Trainer Saeid Nourouzi.

Neben den unzähligen Fechterinnen und Fechtern vom Niederrhein, der näheren Umgebung und aus dem benachbarten Ausland reisten auch zahlreiche aus Hamburg, Bremen und Marburg an. „Das Turnier ist weit über die Grenzen des Rheinlandes bekannt“, sagte Tenbergen nicht ohne Stolz. Insgesamt 315 Starts mussten die Organisatoren „wuppen“, 315 Entscheidungen, die erneut belegen, welchen Zuspruch dieser Wettbewerb hat. „Es bleibt weiterhin das größte Florett-Turnier in der Region“, weiß dann auch Markus Tenbergen.
300 belegte Brötchen

Und das muss erst einmal gestemmt werden. Die Helferinnen und Helfer vom Verein haben dafür wieder ganze und nahezu perfekte Arbeit geleistet. Selbstgebackene Kuchen, selbst gemachte Salate, Frikadellen und Würstchen gingen wieder weg wie warme Semmeln – oder besser wie die 300 belegten Brötchen, und etliche Liter Kaffee, die der Verein an den Mann – und an die Frauen und Kinder – gebracht hatte.

Bei den Preisvergaben demonstrierte die Firma Brendow als Hauptsponsor und Namensgeber des Spektakels seine Verbundenheit mit dem Fechtsport. Aber nicht nur dadurch, dass Thomas Stölcker, bei Brendow der Marketing-Leiter, die Siegerehrung vorgenommen hat und sichtlich beeindruckt von der großen Teilnehmerzahl und der guten Organisation war. Er sagte auch, dass sein Sohn beim nächsten Herbstferiencamp mitmischen will, um das Fechten auszuprobieren.

Uwe Zak

Spektakulärer Saisonstart vom FC Moers beim „Bonner Florett“

Simon Polotzek(rechts) setzte sich jetzt auch in Bonn durch und holte den Siegerpokal in der U17 – zum Teil vier Jahre ältere Kontrahenten. Foto: Archiv /Josephine Polotzek

 

Es geht wieder los. Auch die Florettfechter vom Fechtclub Moers sind in die neue Saison gestartet. In der ehemaligen Bundeshauptstadt beim „Bonner Florett“. Und der Moerser Fechttrainer Matthias Block war dann auch sichtlich zufrieden mit dem Ergebnis. Immerhin nahm die FCM-Gruppe in den unterschiedlichen Altersklassen gleich sechs Siege aus den Hallen des Bundesleistungszentrums mit nach Moers. Dazu kamen etliche zweite und dritte Plätze.

Eva Engler besiegte im Finale der Altersklasse U13 ihre Vereinskameradin Sophia Meißner, in der U12 machte Linn Marie Völker das mit Ariane Hartmann. So gingen schon mal je zweimal Gold und Silber nach Moers.

Bei der U14 gewann Nicole Hartfelder gegen die Duisburgerin Annemarie Braun und steuerte die dritte Goldmedaille bei. Greta Jansen holte bei den U20-Damen Silber vor der Drittplatzierten Emily Klockhaus. Viviana Polotzek wurde in dieser Altersklasse Fünfte.

Merle Ruers sicherte sich in der U17 schließlich Silber vor der Dritten Merle Stieren. Da wollten die jüngsten Moerser Fechterinnen nicht nachstehen. In der U10 ging Silber an Katharina Hilbrandt, Bronze gab es für Fiona Westerhoff.

Drei Titel von den Moerser Jungs

Und die Moerser Jungs steuerten drei weitere Siege und zahlreiche Platzierungen bei. In der U14 setzte sich im rein Moerser Finale Alexander Hilbrandt gegen Maximilian Jobst durch. Nicke Emde-Marbach wurde Vierter. Simon Polotzek stand in der U17 zum Teil vier Jahre älteren Kontrahenten gegenüber, machte seine Sache aber prima. Der 2006 geborene Moerser wurde Vierter, siegte aber in seiner Altersklasse U13, nach seinem Finalsieg gegen den Düsseldorfer Kang-I Lo. Dritter wurde Noah Leander Irleborn, Finn Meier-Ebert verpasste als Vierter knapp das Treppchen. Laureano Mehner besiegte im Moerser U12-Finale Henryk Barby. Schließlich holten in der U11 Alexander Jobst und in der U10 Philip Dörpinghaus jeweils Bronze.

Nun schaut der Vereinsvorsitzende Markus Tenbergen gespannt auf das kommende Wochenende. Dann steht immerhin der 3. Brendow-Cup in der Turnhalle der Heinrich Pattberg Realschule auf dem Programm.

Der Enni-Sportpark-Rheinkamp steht in diesem Jahr den Fechtern nicht zur Verfügung, weil zeitgleich die Zweitliga-Volleyballer vom Moerser SC in ihre Saison starten. „Wir haben schon zahlreiche Turniere in der Pattberghalle durchgeführt und fühlen uns auch dort gut aufgehoben“, zeigt FCM-Kassiererin Marita Grundler Verständnis und drückt dem MSC die Daumen.

„Mit diesem tollen Ergebnis aus Bonn brauchen wir uns wohl keine Sorgen darüber zu machen ob der Brendow Cup in Moers bleibt“, hofft Tenbergen. Allerdings weiß er auch, dass dieses Unterfangen nicht ganz so leicht sein wird. Denn neben den starken Fechterinnen und Fechtern aus Duisburg, Bonn, Düren, Kleve oder Düsseldorf tummeln sich erneut jede Menge junge Topfechter aus Hamburg, Marburg und dem benachbarten Ausland in Moers. „Die starken Athletinnen und Athleten aus den Niederlanden haben uns im vergangenen Jahr ganz schön unter Druck gesetzt“, erinnert sich auch Matthias Block, Trainer des Landesleistungsstützpunktes Moers. Der Kampf um den Brendow Cup beginnt Samstag, 15. September, 9 Uhr, und endet Sonntag, 16. September, 17 Uhr.

Marita Grundler steckt bereits seit Monaten mit ihrem Team bis zu den Ellenbogen in den Vorbereitungen. „Ohne die Hilfe unserer engagierten Eltern könnten wir ein solches Turnier mit knapp 300 Starterinnen und Startern überhaupt nicht stemmen“, sagt sie.

16 Einzelentscheidungen stehen in den verschiedenen Altersklassen an. Und der Gewinner des diesjährigen Brendow Cups sollte möglichst aus Moers kommen. Immerhin ist der „Pott“ ein Wanderpokal, gestiftet vom namengebenden Turniersponsor, der Moerser Firma Joh. Brendow & Sohn, und der Titelverteidiger ist der FC Moers. Der Eintritt ist frei, für Sportler und Besucher wird natürlich gesorgt.

Uwe Zak

Nachwuchs vom Fechtclub Moers räumt in Bochum alles ab

Die erfolgreichen jungen Fechterinnen und Fechter vom FC Moers mit dem Trainertrio Matthias Block (links) sowie (von rechts) Matthias Neuhaus und Saeid Nourouzi.

 

Das erleben die erfolgsverwöhnten Florettfechter vom FC Moers auch nicht alle Tage. Alle acht Titel der NRW-Meisterschaften gehen nach Moers.

Das erleben die erfolgsverwöhnten Florettfechter vom Fechtclub Moers auch nicht alle Tage. Acht Titel wurden in Bochum bei den Nordrhein-Westfalen-Meisterschaften der Schüler und B-Jugend vergeben. Und der Moerser Nachwuchs sicherte sich das Gesamtpaket, nahm alle acht Titel mit.

„Das hab ich bisher so auch noch nicht erlebt“, war darüber sogar Matthias Block, Trainer beim Landesleistungszentrum Moers, beinahe sprachlos. Wobei er selbstverständlich ganz genau weiß, dass seine Schützlinge während der gesamten Saison schon äußerst erfolgreich gewesen sind.

Dominanter Auftritt bei Turnieren

Bei diesem dominanten Auftritt bei Turnieren kommt es natürlich auch häufiger vor, dass Vereinskollegen die Klingen kreuzen. Wie im ältesten Schülerjahrgang der Mädchen, als sich Eva Engler und Sophia Meißner bereits im Halbfinale gegenüberstanden. Eva Engler setzte sich durch, bezwang danach im Finale Reimut Ridder vom Dürener Fechtclub mit 10:7 und holte Gold. Sophia Meißner ging aber nicht leer aus, konnte sich immerhin noch über die Bronzemedaille freuen.

Im mittleren Schülerjahrgang trafen die Moerser Mädchen erst im Finale aufeinander. Dabei holte Ariane Hartmann klar Gold vor Silbermedaillengewinnerin Linn Marie Völker. Die Vorrunden- und die K.-o.-Kämpfe hatten beide zuvor gewonnen.

Im jüngsten Jahrgang bei den Schülerinnen gab es den vereinsinternen Vergleich wieder im Halbfinale. Lena Gutzke zog denkbar knapp mit 8:7 gegen Lena Kosin ins Endduell gegen die Duisburgerin Lenja Losemann ein und holte sich mit 10:7 den NRW-Titel. Für Lena Kosin blieb aber auch Bronze.

Die Mädchen hatten es den Jungs vorgemacht. Auch sie holten im älteren Schülerjahrgang Gold und Bronze. Maximilian Mirbach aus Remscheid hatte im Halbfinale noch Finn Meier-Ebert schlagen können. Doch Simon Polotzek nahm für seinen Moerser Vereinskollegen und Bronze-Gewinner Revanche, setzte sich im Finale mit 10:7 gegen den Remscheider durch.

Im mittleren Schülerjahrgang holte sich Laureano Mehner den Titel des NRW-Meisters. Mit einem 10:0 im Halbfinale gegen den Münsteraner Maxim Ott traf er im Endduell auf den Burgsteinfurter Steffen Hoge und gewann auch dieses Gefecht mit 8:5, sicherte sich so Gold. Alexander Jobst machte schließlich im jüngsten Schülerjahrgang den Erfolg des FC Moers perfekt.

Mit einem 10:8, nach einem spannenden Finale gegen Leander Tjure Schäfer vom TV Jahn Siegen, holte Alexander Jobst den letzten der möglichen sechs NRW-Meistertitel in den Einzelwettbewerben – und sicherte sich die Goldmedaille.

Favorit im Mannschaftswettbewerb

Damit war der FC Moers natürlich Favorit im Mannschaftswettbewerb. Nun mussten die jungen Fechterinnen und Fechter ihre Nerven unter Kontrolle halten. Die Entscheidungen in diesen Schülerklassen wird in gemischten Mannschaften gesucht. Für die Moerser Teams war das alles kein Problem. In Vor- und K.-o.-Runde hatte unter anderem der OFC Bonn mit 20:45 und Burgsteinfurt mit 28:45 das Nachsehen gegen die Moerser Mannschaften. So trafen im Finale Moers I mit Ariane Hartmann, Sophia Meißner, Linn Marie Völker und Eva Engler und Moers II mit Tom Fischer, Simon Polotzek, Laureano Mehner und Finn Meier-Ebert aufeinander. In einem äußerst spannenden Final-Wettkampf setzte sich Moers II mit 39:26 durch und holte sich Gold. Team-Silber ging aber ebenfalls an Moers.

„Das war eine tolle und geschlossene Leistung aller Fechterinnen und Fechter. Das Trainerteam ist sehr stolz auf die Kids“, jubelte auch FCM-Trainer Saeid Nourouzi.

„Welch ein großartiger Saisonabschluss. Mit solch einer Dominanz haben wir nicht gerechnet. Medaillen bei Deutschen Meisterschaften, unzählige Landesmeister- und NRW Meistertitel, den Deutschlandpokal gewonnen, die Maske von Maintal steht in Moers. Was für ein goldenes Jahr für den Moerser Fechtclub“, sparte auch Markus Tenbergen, 1. Vorsitzende beim FCM, nicht mit Eigenlob. Aber zu recht.

Uwe Zak

Ein Top-Mädel-Duo im Florettfechten verlässt den FC Moers

Sie haben eine lange und äußerst erfolgreiche gemeinsame Karriere im Florettfechten beim FC Moers absolviert: Johanna Féron (links) und Pia Ueltgesforth, hier gemeinsam bei den A-Jugend-Meisterschaften 2016. Foto:Jörg Stieren

 

Der FC Moers verliert mit Pia Ueltgesforth und Johanna Féron gleich zwei seiner talentiertesten und erfolgreichsten Florett-Fechterinnen.

Der FC Moers verliert gleich zwei seiner talentiertesten und erfolgreichsten Florett-Fechterinnen. Während Pia Ueltgesforth Ende Juli zum Bundesleistungsstützpunkt Tauberbischofsheim wechselt, muss Johanna Féron ihre sportliche Karriere aus gesundheitlichen Gründen beenden.

Die 19-jährige Ueltgesforth studiert in der Nähe des Bundesstützpunktes und trainiert aktuell auch schon an der Tauber. „Wir sehen ihren Wechsel mit einem weinenden und einem lachenden Auge“, sagt Markus Tenbergen, erster Vorsitzender des FC Moers, zum Abschied der Spitzen-Athletin. „Unsere Aufgabe ist es, den Nachwuchs auszubilden und in die Weltspitze zu führen. Das ist uns auch bei Pia gelungen. Leider verlieren wir jetzt aber dieses Ausnahmetalent.“

Ueltgesforth begann ihre Karriere recht spät, als sie im Jahr 2009 über eine Schul-AG zum FC Moers kam. Schnell wurden die damaligen Trainer Herbert Wagner und Matthias Block auf ihre Fähigkeiten aufmerksam. „Talentsichtung ist ja unser Steckenpferd. Bei aller Wehmut sind wir auch stolz darauf, immer wieder als Landesleistungsstützpunkt Talente zu entdecken und zu entwickeln“, erklärt Block. Mit viel Trainingseifer und großem Potenzial sammelte die junge Fechterin im Lauf der Jahre unzählige Erfolge, darunter eine Silbermedaille bei der Europameisterschaft, Deutsche Meisterschaften und Landesmeistertitel.

„Sportliche Höhen überwiegen“

In Tauberbischofsheim sieht Matthias Block seinen Schützling innerhalb eines Teams aus guten Trainern und Aktiven gut aufgehoben. Obwohl er sich darüber freut, dass Pia Ueltgesforth nun den nächsten Schritt in ihrer Karriere geht, fällt ihm der Abschied schwer: „Uns verbindet eine langjährige und intensive Zusammenarbeit. Es gab auch einige Tiefen, aber die sportlichen Höhen überwiegen.“

In der Moerser Fecht-Arena an der Filder Straße bleiben die Bilder von Pia Ueltgesforth an der „Wall of Fame“ allgegenwärtig. Und die junge Fechterin selbst wird immer willkommen sein, wie Matthias Block betont: „Wir alle freuen uns, wenn Pia während ihrer Besuche in Moers auch bei uns vorbei schaut und mit uns trainiert. Sie gehört zu den sportlichen Vorbilden unseres Vereins, an denen sich die Kinder orientieren.“

Zum Generationswechsel in der Moerser Fechtarena gehört auch der traurige Abschied der 17-jährigen Johanna Féron. Die zweimalige Deutsche A-Jugend-Meisterin musste seit ihrem Wechsel in den Juniorinnen-Bereich aus gesundheitlichen Gründen pausieren, wird in Zukunft wohl nicht mehr auf internationalem Niveau fechten können. „Es tut weh, wenn man eine der talentiertesten deutschen Fechterinnen verliert“, sagt Trainer Matthias Block genau wie der FC-Vorsitzende Markus Tenbergen: „Es tut mir für Johanna unglaublich leid. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf und drücke ihr die Daumen dafür, dass sie eines Tages zurückkehren kann. Sie ist ein tolles Mädchen mit enormer Power und einem unbändigen Willen.“

Hoffnungen auf Nachwuchs-Asse

Trotz des Verlustes der beiden Ausnahmefechterinnen hoffen die Verantwortlichen an der Filderstraße auf eine positive sportliche Zukunft. Darauf lassen die Leistungen einiger Nachwuchs-Asse wie Nils Fabinger, Emily Klockhaus und Renee Oymann bereits hoffen.

„Gerade bei den jüngeren Jahrgängen haben wir schon wieder einige Talente entdeckt, die wir für eine erfolgreiche Fecht-Zukunft entwickeln können“, blickt Trainer Matthias Block nach vorne.

Deutschland-Pokal und die Goldene Maske für den FCM

Trainer Saeid Nourouzi (vorne) und die Moerser Final-Teams präsentieren stolz die Goldene Maske von Maintal.

 

Gleich an drei Turnieren nahmen jetzt die Fechterinnen und Fechter des FC Moers teil. In Münster ging die Damen-Mannschaft mit Hannah Fenger, Elisabeth Anlahr sowie Friederike und Luise Greiffer auf die Jagd nach dem Deutschlandpokal. Begleitet und gecoacht wurden sie dabei von der Moerser Trainerlegende Herbert Wagner.

Die Schülerinnen und Schüler des FCM reisten mit ihrem Trainer Saeid Nourouzi nach Maintal-Dönigheim. um dort beim Kampf um die goldene Maske von Maintal ein Wörtchen mit zu reden. Schließlich zog es noch die Brüder Maximilian und Alexander Jobst zu den Ruhrfestspielen nach Recklinghausen.

Über 400 Mannschaften

Der Deutschlandpokal ist die größte fechtsportliche Veranstaltung in Deutschland bei der jährlich über 400 Mannschaften in den verschiedenen Waffengattungen an den Start gehen. Während sich 2017 das Moerser Herren-Team für das Finale qualifizierte, gelang dieses Kunststück nun der Damenmannschaft. „Eine Platzierung unter den Top drei wäre schon klasse“, so Fechterin Friederike Greiffer etwas verhalten vor dem Start, aber zuversichtlich. Sie trainiert zwar schon einige Jahre wieder beim Elternfechten mit Herbert Wagner, hat aber erst vor kurzem wieder die Lust am Wettkampf entdeckt.

Im ersten Gefecht ging es gegen die Vertretung aus Münster. Schnell lagen die Münsteranerinnen vorn und es schien sich ein schnelles Ende für die Moerserinnen anzubahnen. Dann drehten die Moerserinnen beim Stand von 16:24 auf und holten bis zum 44:44 Punkt für Punkt auf. Der letzte Treffer musste entscheiden. Und den setzte Hannah Fenger gegen Jessica Mamok.

Damit stand Moers im Halbfinale und eine Medaille war zum Greifen nah. Mit dem SC Berlin stand den Moerser Fechterinnen aber ein ganz anderes Kaliber gegenüber. Mit Martina Zacke, Katharina Schult und Kristin Kirchhoff standen gleich mehrere mehrfache deutsche und Europameisterschafts-Titelträgerinnen auf der Bahn. Aber die Moerser Damen zeigten keine Angst und kämpften. Auch in diesem Gefecht lagen die Moerser Mädchen wieder weit hinten. Beim Stand von 7:20 begann erneut eine grandiose Aufholjagd. Bei der am Ende wieder Hannah Fenger ihre Nervenstärke zeigte und den entscheidenden Treffer zum 45:43 setzte. Damit war Silber sicher.

Das sollte aber noch nicht alles sein. Im Finale stand nun die Mannschaft aus Mainz als Gegner auf dem Programm. Die hatten vorher die favorisierten Mannschaften aus München und Weimar aus dem Rennen geworfen. Also keine leichte Aufgabe. Aber, die Moerserinnen waren nun wie im Rausch. Nur kurz schien das Gefecht noch einmal spannend zu werden. ehe es am Ende deutlich 45:31 für den Fechtclub Moers stand und der Deutschlandpokal damit gewonnen wurde.

Der Jubel der Mannschaft, der mitgereisten Fans und von Trainer Herbert Wagner kannte keine Grenzen mehr und bei der anschließenden Aftershow Party ließ es der Moerser Tross schließlich auch noch ordentlich krachen.

Das reichte an Spannung aber für noch nicht aus. In Maintal-Dönigheim trafen sich die besten Schülermannschaften zum Kampf um die Goldene Maske. Bei diesem Turnier treten sowohl Jungen als auch Mädchen-Mannschaften an.

Der Fechtclub Moers ging gleich mit gleich drei Teams an den Start. Auf der gegnerischen Seite stand zum Beispiel der Nachwuchs aus dem Bundesleistungszentrum Tauberbischofsheim sowie der starken Startgemeinschaft Weinheim/Mannheim. Keine leichte Aufgabe also für den Moerser Nachwuchs.

Unglückliche Niederlage

Etwas unglücklich verlor die Mannschaft Moers II mit Noah Irlenborn, Jan Wohlgemuth, Ben Hörner und Henrik Barby das Viertelfinalgefecht gegen die Vertretung aus Weinheim/Mannheim mit 44:45. Das war das Turnieraus und bedeutete Rang fünf.

Nun musste die Mannschaft Moers III mit Sophia Meißner, Ariane Hartmann, Eva Engler und Linn Marie Völker im Halbfinale gegen die Startgemeinschaft Weinheim Mannheim ran. Die Moerser Mädchen zeigten von Beginn an, wer hier das Sagen hat und siegten am Ende deutlich mit 45:38. Das bedeutete den Finaleinzug. Dorthin wollte auch die Mannschaft Moers I mit Laureano Mehner, Finn-Meier-Ebert, Tom Fischer und Simon Polotzek. Dazu mussten sie aber erst einmal die Vertretung vom FC Tauberbischofsheim bezwingen. Wer nun aber ein knappes und spannendes Gefecht erwartete wurde eines Besseren belehrt. 45.27 für Moers stand am Ende der Gefechtsstafette auf der Anzeigetafel.

Damit war das Finale Moers I gegen Moers III perfekt. „Beim Fechten gibt es kein klassisches Jungs gegen Mädchen mit Vorteilen für die Jungs. Unsere Mädchen sind bärenstark und haben enorme Nervenstärke“, so die Vorschau von Trainer Saeid Nourouzi vor dem Gefecht. Und die Mädchen zeigten das auch sofort, gingen gleich in ‚Führung und diese wechselte auch nur kurzzeitig noch einmal zur Gefechtsmitte. Danach setzten die Moerser Mädchen Treffer um Treffer und nach einem 45:39 Sieg konnten Sophia Meißner, Ariane Hartmann, Eva Engler und Linn Marie Völker die Goldene Maske in Empfang nehmen.

„Langsam müssen wir anbauen. Nicht nur wegen der vielen neuen Mitglieder, sondern auch wegen der großen Anzahl an Pokalen die unsere Fechterinnen und Fechter in die Sparkassen Fechtarena bringen“, so das Fazit von Markus Tenbergen, dem 1. Vorsitzenden des Moerser Fechtclubs.

 

Wolfgang Jades

 

Nachwuchs des FC Moers glänzt in Jena

Trainer Matthias Block (links) war mit den Leistungen seiner Fechterinnen und Fechter beim Schüler-Cup in Jena sehr zufrieden. Auch beim Trainingscamp waren vorher alle mit Eifer bei der Sache.

 

Die großen Turniere sind für die Florettfecherinnen und -fechter des FC Moers jetzt erst einmal vorbei. Das heißt aber nicht, dass die Aktiven des FCM sich Ruhe gönnen. Sie bereiten sich jetzt schon intensiv auf die weiteren Aufgaben in diesem Jahr vor.

Statt also in den Pfingstferien in der Sonne zu liegen, zogen es die Moerser Florettschülerinnen und Florettschüler vom Fechtclub Moers vor, gemeinsam mit Trainer Matthias Block und seinem Assistenten Matthias Neuhaus nach Halle an der Saale zu fahren, um dort an einem Trainingscamp teil zu nehmen. Mit von der Partie waren Simon und Viviana Polotzek, Ben Hörner, Noah Leander Irleborn, Tom Fischer, Laureano Mehner, Sophia Meissner, Eva Engler und Ariane Hartmann.

Stadt erkunden und sich erholen

„Natürlich geht es hier neben den Trainingseinheiten auch darum die Stadt und die Umgebung zu erkunden und sich zu erholen“, so der Moerser Stützpunkttrainer Matthias Block.

Nach einer anstrengenden und lehrreichen Woche ging es dann für den Moerser Nachwuchs nach Jena zum Schülercup. Dort zeigten die Fechterinnen und Fechter wieder einmal sehr gute Leistungen.

Im älteren Schülerjahrgang standen im Finale, wie zuletzt fast immer, Eva Engler und Sophia Meißner. Sophia Meißner setzte sich im Halbfinale gegen Pia Hubold aus Jena eindrucksvoll mit 10:2 durch. Eva Engler ging ihr Halbfinalgefecht gegen Lisa Lukas aus Erfurt verhaltener an, konnte sich am Ende aber mit 9:6 durchsetzen. Im Moerser Finale siegte dann Sophia Meißner mit 10:6. Gold und Silber also für Moers.

Im mittleren Schülerjahrgang unterlag Ariane Hartmann erst im Halbfinaler der Slowakin Rebeka Forgacs. Das bedeutete aber immerhin die Bronzemedaille für das junge Moerser Talent.

Bei den Herren gab es im mittleren Schülerjahrgang ebenfalls Edelmetall. Simon Polotzek unterlag erst im Finale dem Polen Jakub Fogt. Noah Leeander Irleborn auf Rang 10, Tom Fischer auf Platz 14 und Ben Hörner auf Rang 16 rundeten ein gutes Ergebnis in dieser stark besetzten Altersklasse ab.

Keine Medaille

Auch wenn es im mittleren Schülerjahrgang keine Medaille gab, so war Platz sieben von Laureano Mehner im international besetzten Turnier aller Ehren wert.

Damit zeigte das Team des FCM wieder einmal gute Leistungen. Und das obwohl die Saison eigentlich beendet ist.

Wolfgang Jades