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Moerser Trainer-Stab ist nun ein Trio

Das Trainer-Trio mit zwei seiner erfolgreichen Schützlinge: (von links) Matthias Neuhaus, Saeid Nourouzi, Fechter Nils Fabinger, Fechterin Pia Ueltgesforth, die mittlerweile in Tauberbischofsheim ist, und Matthias Block bei der DM in Bonn.

 

Moers. Die Sparkassen-Fechtarena ist die schmucke Heimat vom Fechtclub (FC) Moers. Und damit auch vom Landesleistungszentrum der jungen Florettfechter. Denn in dem roten Gebäude an der Filder Straße 145a gibt es kein Ringelpiez mit Anfassen, sondern knallhartes Fechttraining. Leistungsorientiert. Zum Beispiel hat auch Benjamin Kleibrink in Moers das Fechten gelernt, bevor er 2008 olympisches Gold bei den Spielen in Peking gewonnen hat. Wie er erinnern sich weitere Welt-, Europa- und Deutsche Meister noch an die alte Fechthalle, die ihr rustikales Dasein am Parkplatz Mühlenstraße fristete. Zum Beispiel Peter Joppich. Aber einige Titelträger kennen bereits die neue Fechtarena. Denn die Leistungsbereitschaft wurde immer eingefordert.

Während Kleibrink und Joppich wie viele andere Top-Florett-Fechter und -Fechterinnen sich noch gut an Herbert Wagner erinnern, der Jahrzehnte als Trainer die Geschicke beim FC Moers lenkte, hat sich der Trainerstab mittlerweile sehr gewandelt. Mit Wagner noch eng zusammengearbeitet hat der heutige Chef- und Erfolgstrainer Matthias Block. Er sorgte dafür, dass es nahtlos weiterging in Moers, als Wagner in seinen wohlverdienten Ruhestand wechselte. Der „alte Haudegen“ ist aber nach wie vor beim FC Moers und den Veranstaltungen ein gern gesehener Besucher.

Das ist ein Beruf

Wichtig zu wissen ist, dass die Trainer beim FC Moers in aller Regel hauptamtlich tätig sind. Das ist deren Beruf, wie beispielsweise bei einem Fußballtrainer. Und jemand, der beim Sport beruflich das Sagen hat, weiß ganz genau, was zu tun ist. Auch wo es Unterstützung gibt, wenn sie nötig ist. Und vor allem auch von wem.

So wurde ziemlich genau vor einem Jahr der 57-jährige, gebürtige Iraner Saeid Nourouzi als weiterer Trainer nach Moers geholt. Er kam vom Berliner Fechtclub und ist die perfekte Verstärkung für Stützpunkttrainer Matthias Block. Nourouzi kam bereits 1985 nach Deutschland, trainierte in Lübeck und war dort auch Mitglied im Schleswig-Holsteinischen-Fechterbund. 2006 wechselte er zum Olympischen Fechtclub Bonn.

Nach einigen äußerst erfolgreichen Zwischenstationen in Nordrhein-Westfalen ging er 2014 nach Berlin und ist nun in Moers angekommen – eben zurück in NRW.

Er hatte bei seinem Amtsantritt in Moers schon gesagt, dass er sich auf die Zusammenarbeit mit dem Verein und Matthias Block freuen würde, Anforderungen und Ziele passen würden. „Saeid Nourouzi ist ein kompetenter und erfolgreicher A-Trainer mit vielen Ideen. Ich freue mich auf die Arbeit mit meinem neuen Kollegen“, sagte damals auch der Moerser Cheftrainer Matthias Block.

Am längsten im Verein

Block selbst ist 45 Jahre alt, kommt aus Halle an der Saale und war an der Sporthochschule in Jena. Später hat er in dieser Stadt auch als Trainer angefangen. Über Berlin und Recklinghausen kam Block schließlich nach Moers, wurde dort Trainer. Das war am 1. Januar 2004 der Fall. Doch da war ein anderer bereits schon da. Einer, der das erfolgreiche Trainergespann nun komplettieren soll.

Matthias Neuhaus ist von allen drei Übungsleitern derjenige, der die längste Zeit dem FC Moers die Treue gehalten hat. Über die Talentsichtung und -förderung bei den Grundschulen ist der heute 23-Jährige zum Verein und natürlich auch zum Florettfechten gekommen.

Er ist einer, der immer seine Leistungen gebracht hat und an seine Grenzen gegangen ist. Seit etwa einem Jahr war er, wie berichtet, bereits als Assistenztrainer zusammen mit Hannah Fenger aktiv und hat nun den notwendigen Trainerschein gemacht, um seinen Weg zu machen. Was liegt da näher, als den FC Moers als Premieren-Station zu nehmen?

Folglich haben Matthias Block und Saeid Nourouzi quasi Zuwachs aus dem eigenen Hause bekommen.

Markus Tenbergen, 1. Vorsitzender des Moerser Fechtclubs, freut sich riesig darüber, dass das geklappt hat. „Seit Anfang Dezember gehört Matthias Neuhaus zum nun dreiköpfigen, hauptamtlichen Trainerteam am Landesleistungsstützpunkt für Florettfechten in Moers“, strahlt Tenbergen.

Die Vize-Europameisterschaft

Er weiß, dass damit auch Erwartungen auftauchen, die es zu stillen gilt. Doch wie gesagt: beim FC Moers ging es stets um knallhartes Fechttraining. Leistungs- und Erfolgsorientiert. Wer Matthias Block nach dessen bislang größtem Fechterfolg fragt, erhält rasch die Antwort: „Die Vize-Europameisterschaft mit der Mannschaft mit Pia Ueltgesforth.“ 2016 war das. Da geht noch mehr.

Uwe Zak

Moerser Florettfechterin Renee Oymann ist top an der Tauber

Renee Oymann, vom FC Moers, schlug sich prima im Turnier um das Goldenen Florett beim FC Tauberbischofsheim. Foto:Arnulf Stoffel

 

Während Nils Fabinger, derzeit bester Moerser Nachwuchsfechter, in Halle/Saale einen Durchhänger hat, glänzt Renee Oymann in Tauberbischofsheim.

Nils Fabinger hatte einen Durchhänger. Der momentan beste Florett-Nachwuchsfechter vom Fechtclub Moers war als Führender der deutschen U17-Rangliste beim Internationalen Händel-Cup in Halle an der Saale bei den A-Jugendlichen gestartet. Dort ging es unter anderem um Ranglistenpunkte, die über die Teilnahme an der kommenden Europa- und Weltmeisterschaft entscheiden können. „Wir befinden uns in der heißen Phase der EM- und WM- Nominierungen“, so FCM-Trainer Matthias Block. „Da kann jeder Ausrutscher besonders weh tun.“

Uwe Zak

Nils Fabinger vom FC Moers klettert deutsche Rangliste hoch

Sammelte in Frankreich kräftig Punkte: Nils Fabinger (vorne). Foto:Jörg Stieren

 

Moers. Der Fechtclub Moerser war kräftig unterwegs. In Cabries, Schkeuditz und Duisburg wurde gefochten und die Moerser holten zum Teil tolle Ergebnisse.

Im französischen Cabries sammelte Nils Fabinger Punkte für die europäische und die deutsche Kadettenrangliste. Als Zwölfter des Endklassement von 221 Teilnehmern bekommt er nun 24 Punkte gutgeschrieben und hat bis auf einen Zähler auf Arwen Borowiak vom FC Tauberbischofsheim, den Ersten der Deutschen U17-Rangliste, aufgeschlossen. Dafür musste Fabinger sich in Cabries nach toller Vorrunde und einem Freilos im ersten K.-o.-Gefecht gegen die beiden starken Japaner Leona Mizuno (15:14) und Davide Ryoga Lorenzoni (15:11) durchsetzen. In der Runde der besten 32 Fechter schlug er den Italiener Giuseppe Franzoni mit 15:8 und unterlag erst dem französischen Lokalmatadoren Valerian Castanie.

So wurde Nils Fabinger in einem hochklassigen Feld Zwölfter. Arwen Borowiak wurde übrigens auf diesem Turnier 32. und sicherte sich zwölf Punkte.

„Ausgezeichnete Verfassung“

„Nils ist momentan in einer ausgezeichneten Verfassung und sehr trainingsfleißig“, so Trainer Matthias Block vor dem Abflug nach Frankreich. Nachher sagte er stolz: „Das war eine sehr starke Leistung von Nils. Er steht momentan zurecht im oberen Bereich der Deutschen Rangliste.“ Das Unternehmen Weltmeisterschaft haben die Verantwortlichen beim FC Moers jedenfalls fest im Blick.

Bei der Jagd nach Punkten für die europäische Rangliste waren die Moerser Damen diesmal nicht so erfolgreich. Amelie Wetzling und Celine Pachmann schieden früh aus, für Renee Oymann, Emily Klockhaus und Merle Ruers ging’s per Freilos weiter, Viviana Polotzek erkämpfte sich mit einem 15:13 über die Französin Fiona Eck ebenfalls die nächste Runde.

Doch dann war für alle Moerser Mädels Endstation. Merle Ruers unterlag der Japanerin On Osaki, Viviana Polotzek der Russin Alina Borodaenko, Renee Qymann der Spanierin Sofia Gaydos und Emliy Klockhaus der Russin Kamilla Ibragimova.

Damit gab es keine Punkte für die europäische Rangliste. „Unsere Mädchen hatten leider schon in der Vorrunde einige Gefechte liegen gelassen, sind so schlecht gesetzt in die Hauptrunde gekommen“ kannte Block den Grund.

In Duisburg mischte der Fechtnachwuchs beim Nikolausturnier mit. Tim Sauermann schlug im Finale Gregor Branscheidt; Nicole Hartfelder holte Gold in der U17, Eva Engler Bronze, Stina Reimelt wurde Fünfte. Bei den U17-Herren schlug Simon Polotzek im Finale Nick Emde-Marbach; 7. Emanuelle Hagene, 12. Maximilian Jobst.

U13/U14-Mädchen: 2. Nicole Hartfelder, 3. Sophia Meißner, 6. Eva Engler, 12. Svenja Kosin; U11/ U12: 2. Linn Marie Völker, 6. Lena Gutzke, 11. Lena Kosin. U13/ U14-Jungs: 1. Nick Emde-Marbach, 3. Emmanuel Hagene, 8. Maximilian Jobst, 11. Finn Meier-Ebert, 14. Noah Leander Irleborn; U11/U12: 5. Jan Wohlgemuth, 6. Alexander Jobst, 17. Tom Burisch; U10: 1. Nils Pagenkopf, 3. Maximilian Schorn, 5. Teresa Abendroth, 6. Evelina Latypova, 7. Philipp Dörpinghaus, 9. Lukas Schneider, 12. Fiona Westerhoff, 14. Sophie Motzkus.

Im nordsächsischen Schkeuditz holte sich in der gemischten Altersklasse U11/U12 Laureano Mehner Gold, Henrik Barby wurde Zehnter bei 41 Fechtern.

Uwe Zak

Amerikaner sind nicht zu schlagen

Der Moerser Nils Fabinger hatte sich für die Herrenkonkurrenz beim Europa Cup der Kadetten in Mödling qualifiziert. Am Ende belegte er Rang 44.

 

Moers. Der für den Fecht-Club Moers startende A-Jugendliche Nils Fabinger konnte sich für das Herren-Turnier in Mödling, in der Nähe der österreichischen Hauptstadt Wien, qualifzieren. Neben ihm waren nahmen aber noch weitere Moerser A-Jugendliche Fechterinnen und Fechter am Europa Cup der Kadetten teil.

Fabinger ging mit insgesamt 200 Fechtern in der Herrenkonkurrenz an den Start. Dort traf er auch auf die ja mittlerweile in der Florettdisziplin führenden Amerikaner. Die USA haben so etwas wie in eine Alleinherrschaft. Und auch in Mödling stellen die US Amerikaner ihre derzeitige Ausnahmestellung unter Beweis. Im Endklassement gingen die Plätze eins bis elf ausschließlich an die US Fechter.
Guter Start

Nils Fabinger erwischte einen guten Start und knüpfte damit nahtlos an die Erfolge der vergangenen Turniere an. In der Vorrunde musste er nur ein Gefecht, gegen den US Amerikaner Chase Emmer, knapp mit 3:5 abgeben. Das bedeutete ein Freilos für das erste K.o.-Gefecht. In der Runde der letzten 128 konnte er den Polen Igor Boldzilo noch mit 15:10 hinter sich lassen. Im 64-er-K.o. war aber Endstation nach einem 11:15 für das Moerser Talent, der damit auf Rang 44 aus dem Turnier ausschied. „Das hätte ruhig noch etwas weiter gehen können“, so das knappe Fazit vom Moerser Trainer Matthias Block.

Bei den Damen ergab sich ein ähnliches Bild. Sage und schreibe 15 amerikanische Fechterinnen waren unter den Top 20 zu finden. Aus Moerser Sicht waren Merle Ruers mit Rang 72 und Renee Oymann mit Rang 74 die stärksten Vertreterinnen. Beide legten gute Vorrunden hin, verloren aber gleich das erste K.o.-Gefecht. Merle Ruers unterlag Julai Mae Hui Min Wing aus Singapur 9:15 und Renee Oymann verlor mit 11:12 gegen die Österreicherin Chiara Goess. Ein schweres Vorrundenlos hatte Emily Klockhaus. Mit nur einem Sieg in der Vorrunde qualifizierte sie sich nicht für die Hauptrunde und belegte auf Rang 107.

„Renee hatte heute etwas Pech und Emily ist überhaupt nicht ins Turnier gekommen“, so der sonst so erfolgsverwöhnte Trainer Matthias Block nach dem Turnier. Eine Medaille gab es aber noch für den Moerser Fechtclub. Nils Fabinger gewann mit der Mannschaft Deutschland 1 Bronze mit einem knappen Sieg über die Vertretung von Deutschland 2.

Wolfgang Jades

Greta Jansen muss aufgeben und wird Fünfte

Nicole Hartfelder (rechts), hier gegen Martha Elisabeth Lewin, schlug sich als Zwölfjährige in der U17 richtig gut, wurde 42. bei 131 Teilnehmerinnen.    Foto: Jörg Stieren

 

Moers. Die Verantwortlichen vom Landesleistungszentrum beim Fechtclub Moers überlassen möglichst wenig dem Zufall. Vor allem, wenn der eigene Sparkassen-Cup für die U17- und U20-Fechterinnen ansteht. So wie am Wochenende in der Sparkassen-Fechtarena an der Filder Straße und im Enni-Sportpark-Rheinkamp. Natürlich wagen die Macher beim FC Moers bei solchen Veranstaltungen auch immer einen Blick Richtung Zukunft.

So schickt der FC Moers gerne die jungen Florettfechterinnen in die Wettkämpfe. Und die Vereinstrainer müssen dann feststellen, dass sich auch die Jahrgänge ab 2006 prima im U17-Turniergeschehen beweisen können. Die erst zwölfjährige Eva Engler wurde jedenfalls hervorragende 40., auf dem 42. Platz landete ihre gleichaltrige Vereinskameradin Nicole Hartfelder – und das bei immerhin 131 Teilnehmerinnen.

Rene Qymann glänzt

Gewonnen hat am Ende in der U17-Konkurrenz aber Celia Hohenadel von der TSG Weinheim. Rene Qymann glänzte aus Moerser Sicht. Die 15-Jährige zeigte auch den zum Teil zwei Jahre älteren Konkurrentinnen, was sie drauf hat, wurde tolle Neunte. Vereinskameradin Merle Ruers aus dem Jahrgang 2002 musste sich am Ende als Zwölfte ebenfalls nicht verstecken.

Beim U20-Turnier mischte mit Pia Ueltgesforth vom FC Tauberbischofsheim ein Moerser „Gewächs“ mit. Sie ist immer wieder gerne in Moers, feuert ihre ehemaligen Vereinskameradinnen an – und wird von denen auch lautstark unterstützt, wenn sie auf der Planche steht. Ueltgesforth wurde am Ende Dritte. Vor Lokalmatadorin Greta Jansen, die sich richtig etwas ausrechnen durfte. Doch am Ende musste sie in aussichtsreicher Position mit Muskelproblemen im Oberschenkel leider aufgeben, wurde aber dennoch Fünfte bei 118 Teilnehmerinnen.

Aufgeben musste übrigens Pia Ueltgesforth nicht, aber problemlos kam auch sie nicht durch das Turnier um den Sparkassen-Cup. Sie hat seit geraumer Zeit Fußprobleme.

Am Ende waren alle Helfer, Macher und Organisatoren um den Vereinsvorsitzenden Markus Tenbergen sichtlich zufrieden mit dem Sparkassen-Cup – in sportlicher und gesellschaftlicher Hinsicht. Wenn Tenbergen auch gerne „ein paar Besucher“ mehr bei den Gefechten gesehen hätte. „Die Finale am Samstag in unserer Fechtarena waren aber super besucht“, sagt er.

So wundert es auch nicht, dass nahezu alle Kuchen und wieder 600 Brötchenhälften, Salate und Frikos über die Cafeteria-Theke gingen.

Moerser Ergebnisse

U17: 9. Rene Oymann; 12. Merle Ruers; 23. Emily Klockhaus; 24. Viviana Polotzek; 40. Eva Engler; 42. Nicole Hartfelder; 55. Amelie Wetzling; 59 Celine Pachmann; 91. Sophia Meißner; 96. Stina Reimelt; 103. Vivian Hendler

U20: 5. Greta Jansen; 8. Emily Klockhaus; 24. Renee Oymann; 31. Celine Pachmann; 39. Merle Ruers; 50. Amelie Wetzling; 53. Viviana Polotzek; 78. Stina Reimelt; 113. Vivian Hendler.

Uwe Zak

Sparkassen-Cup im November

Kann sich was ausrechnen: Greta Jansen mit Matthias Neuhaus.     Foto: Markus Joosten

 

Moers. Es sind die Florettfechterinnen, die in naher Zukunft durchaus bei den Olympischen Spielen dabei sein könnten. Jedenfalls gibt es am kommenden Wochenende, 17. und 18. November, beim Sparkassen-Cup wieder ein Kräftemessen der besten Fechtdamen in den Altersklassen U17 und U20 aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland. Dieses Turnier, das sonst als letztes nationales Turnier im Januar über die Bahnen ging, wurde durch Änderungen im internationalen Turnierkalender nun auf den November vorverlegt, wodurch der Sparkassen-Cup in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal in Moers ausgetragen wird.

„Auch wenn dies für uns natürlich ein logistischer Mehraufwand ist, so sind wir stolz darauf, dass der Sparkassen-Cup mit der Verlegung in der Saison nun eine weitere Aufwertung bekommt“, freut sich Markus Tenbergen, 1. Vorsitzender beim Fechtclub Moers. Der Verein hatte erst vor knapp acht Wochen den Brendow-Cup ausgerichtet und steht nun vor einem weiteren hochkarätigen Wettkampf des Rheinischen Fechterbundes.

Punkte für internationale Turniere

Beim Sparkassen-Cup konnten die jungen Damen bisher die letzte nationale Chance auf Punkte für Europa- und Weltmeisterschaft nutzen. Nun geht es zum Saisonstart auch um Punkte zur Qualifikation für internationale Turniere, die sonst bereits ausgefochten worden waren. „Das steigert natürlich noch einmal die Attraktivität des Turniers“, freut sich Tenbergen.

U20-Titelverteidigerin ist mit Pia Ueltgesforth sogar eine Moerser Fechterin, die mittlerweile aber für Tauberbischofsheim kämpft. Sie ist Sonntag, 18. November, ab 9 Uhr, sicherlich eine der Favoritinen. Genau wie Greta Jansen vom FC Moers. Sie ist momentan bei den Juniorinnen die Achte der Deutschen Rangliste. „Greta hat eine tolle Entwicklung gemacht“, sagt Saeid Nourouzi, Trainer am Moerser Landesleistungsstützpunkt. „Es ist keine Überraschung wenn sie weit nach vorn kommt, sie kann eben sehr gut fechten.“ Allerdings ist die Konkurrenz groß. Und mit Emily Klockhaus, Vivian Marie Hendler, Renee Oymann, Celine Pachmann, Viviana Polotzek, Stina Reimelt, Merle Ruers und Amelie Wetzling schickt der Moerser Verein weitere klasse Fechterinnen ins Rennen, die die Favoritinen ärgern sollen. „Es treten schon die stärksten Fechterinnen dieser Altersklasse an“, versichert so Matthias Neuhaus, der dritte Mann im FCM-Trainerstab, dass Moers kein Fallobst auf die Planche schicken wird. „Das wird schwer aber nichts ist unmöglich“, weiß er genau.

Die meisten der jungen Moerser Damen können aber auch schon am Samstag, ebenfalls ab 9 Uhr, im Turnier der U17 glänzen. Emily Klockhaus, Celine Pachmann, Renee Oymann und Merle Ruers haben allemal das Zeug dazu, vorne mitzumischen. Dazu kommen noch Viviana Polotzek, Stina Reimelt oder Amelie Wetzling, die alle wissen, was sie mit dem Florett machen müssen und wie es sich anfühlt, zu gewinnen. Mit Eva Engler, Svenja Kosin, Nicole Hartfelder oder Sophia Meißner gibt der FCM auch jüngeren Fechterinnen die Möglichkeit, Turnierluft zu schnuppern.

„Alle Mädchen sind hochmotiviert“

„Alle Mädchen sind hochmotiviert das Finale in der Sparkassen-Fechtarena zu erreichen“, lässt allerdings der Moerser Stützpunkttrainer Matthias Block keine Zweifel aufkommen, dass alle Teilnehmerinnen aus Moers möglichst weit kommen wollen. Insgesamt werden 300 Fechterinnen aus Deutschland und Belgien und den Niederlanden erwartet. Für die Wettkämpferinnen und die Organisatoren vom Verein gleichermaßen eine Herausforderung.

„Ohne unsere vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer wäre solch ein Turnier undenkbar“, versichert Tenbergen.

Uwe Zak

Erst gegen den Lokalmatadoren ist in Budapest Schluss

Nils Fabinger (links) wurde in Budapest bester Deutscher.

 

Moers. Nils Fabinger ist weiterhin gut in Form: Lediglich eine Woche nach dem Einzug in die K.-o.-Runde beim Eden Cup in London überzeugte der Moerser Nachwuchsfechter auch knapp 1700 Kilometer weiter südöstlich. Beim stark besetzten European Circuit der U17-Florettfechter in Budapest.

Erst im entscheidenden Duell um den Halbfinaleinzug musste sich das Moerser Talent dem ungarischen Lokalmatadoren Gergo Szemes, knapp mit 13:15 geschlagen geben. Als Fünftplatzierte war der Fabinger letztlich in der starken Konkurrenz dennoch bester deutscher Fechter. Das brachte ihm auch satte Punkte für die Rangliste der European Fencing Confederation (EFC), dem europäischen Fechtverband, ein. Dort belegt er nun den 19. Rang. Je weiter er im Ranking vorne steht, desto besser ist er bei internationalen Turnieren gesetzt. „Nils ist gut in die Saison gestartet. Wenn er weiter so konzentriert arbeitet, kann das ein ganz erfolgreiches Jahr für ihn werden“, sagte Stützpunkttrainer Matthias Block nach dem nächsten Coup über seinen Schützling.

Angereist aus der ganzen Welt

In Ungarn waren knapp 260 Fechterinnen und Fechter aus der ganzen Welt am Start. „Nils kann in Budapest einen großen Schritt machen“, erklärte Block bereits vor dem Turnier. Fabinger startete stark in das Turnier und konnte alle seine Vorrundengefechte gewinnen. Das bedeutete ein Freilos für das erste K.-o.-Gefecht und den Einzug in die Runde der letzten 128 Fechter. Hier traf er auf den Österreicher Tobias Bressler, den er mit 15:5 bezwang. Auch der Franzose Nathan Gregori stellte keine Gefahr an diesem Tag dar. Nach einem 15:6 ging es in die Runde der letzten 32 Fechter.

Platz unter besten Acht sicher

Dort traf er mit Eliot Changnon auf den nächsten Franzosen im Wettbewerb. Auch diesmal konnte er das Gefecht klar dominieren und zog nach einem ungefährdeten 15:9 in die runde der letzten 16 Fechter ein.

Hier wartete mit Leopold Marc Kuchta der vierte der Vorrunde. Aber auch der Slowake konnte an diesem Tag keine Gefahr für Nils Fabinger darstellen. 15:8 stand am Ende auf der Anzeigetafel und damit war ein Platz unter den besten acht Fechtern dieses Turniers sicher.

Einige Nummern kleiner aber nicht weniger erfolgreich war das Wochenende für ein weiteres Moerser Fechttalent. Henrik Barby stellte sich in Hanau den Gegnern beim TFC Jugend Cup. In der Altersklasse U12 musste er sich unter anderem gegen starke Fechter aus Weinheim, Marburg und Wiesbaden durchsetzen. Am Ende konnte er sich nach starken Leistungen über einen zweiten Platz freuen.

Christian Woop

Sechs mal Gold für den Moerser Fechtclub

Moers. Wieder einmal gab es eine Medaillenflut für die Moerser Nachwuchsfechterinnen und -fechter beim diesjährigen Tiger&Turtle-Turnier in Duisburg. Dabei brachte der Moerser Fechtclub insgesamt sechs Goldmedaillen mit nach Hause: drei bei den Jungen, drei bei den Mädchen. Bei diesem gut organisierten und stark besetzten Turnier für die Altersklassen der Schüler und B-Jugendlichen konnte der Verein darüber hinaus mal wieder die höchste Anzahl an Starterinnen und Starter aufbieten.

„Wir sind mittlerweile wieder in jeder Altersklasse gut besetzt und freuen uns natürlich so viel Talente in unseren Reihen zu haben“ sagte Markus Tenbergen, der erste Vorsitzende des Moerser Fechtclubs. Trainerassistent Matthias Neuhaus sah dies ebenfalls so. „Ich habe hier heute wieder einige gute Leistungen gesehen, darauf kann man aufbauen“, lautete sein Fazit.

Seriensieger gewinnt wieder

Goldmedaillen gab es bei den Jungen in den Klassen U14 bis U12. Niklas Emde-Marbach gewann bei den Ältesten. Platz vier ging an Alexander Hilbrandt, Maximilian Jobst wurde Fünfter und Emmanuel Hagene konnte sich mit Rang neun ebenfalls in die Top Ten einreihen.

Auch in der U13 ging Gold nach Moers. Seriensieger Simon Polotzek war auch in Duisburg nicht zu bezwingen. Mit Finn Meier-Ebert auf Platz drei stand ein weiterer Moerser Fechter auf dem Podest. Noah Leander Irleborn auf Platz fünf und Ben Hörner auf Rang neun gingen nur knapp leer aus.

Bei der U12 knüpfte Laureano Mehner an die Erfolge der vergangenen Turniere an. Er holte sich die Goldmedaille. Mit Jan Wohlgemuth, Henrik Barby und Tristan Ladda gab es drei weitere Platzierungen unter den besten Zehn.

In der Altersklasse U11 ging ebenfalls eine Bronzemedaille nach Moers. Hier sicherte sich Alexander Jobst den Platz auf dem Treppchen. In der jüngsten Altersklasse, der U10, konnte sich Lukas Schneider die Bronzemedaille sichern. Die folgenden Plätze vier bis neun belegten ebenfalls allesamt Fechter aus Moers. Und zwar in der Reihenfolge Niklas Pagenkopf, Martin Schürmann, Adrian Pietsch, Philipp Dörpinghaus und Maximilian Schorn.

Da wollten die Moerser Mädchen natürlich weitere Medaillen folgen lassen. Die U10-Konkurrenz war fest in Moerser Hand: Rang eins für Katharina Hilbrandt, Platz zwei für Evelina Latypova und Bronze für Teresa Abendroth. Der vierte Platz von Sophie Motzkus rundeten das perfekte Ergebnis in dieser Altersklasse ab.

Bei der U11 konnte sich Lena Gutzke die Goldmedaille umhängen. Neben ihr freute sich Lena Kosin über Bronze. Isabel Terstegen verpasste mit Rang vier das Podest nur knapp und auch Ena Lavinia Isimat-Mirin konnte sich über Rang sechs freuen.

Auch wenn es bei der U12 nicht zu Gold reichte, waren Ariane Hartmann und Linn Marie Völker mit dem Gewinn der Bronzemedaille zufrieden.

In der U13 gab es dann wieder Gold – für Eva Engler. Bronze ging an Sophia Meißner, Svenja Kosin und Nele Steffen belegten die Ränge sechs und sieben. Abgerundet wurde das tolle Gesamtergebnis am Ende noch durch eine Silbermedaille für Nicole Hartfelder in der Altersklasse U14.

„Das war schon recht gut, wenn man bedenkt, dass neben den Fechterinnen und Fechtern aus dem Verband auch der starke Nachwuchs aus den Niederlanden und Belgien vertreten war“, so Trainer Neuhaus .

Christian Woop

Moerser Nachwuchs fordert die Elite heraus

Renee Oymann vom FC Moers (rechts) belegte in Cottbus Rang 27.

 

Moers. Nach Cottubs ging jetzt die Reise für die Aktiven des Fecht-Club Moers. Der Florett-Nachwuchs nach am DFB-Qualifikationsturnier teil. Mit Celine Pachmann, Greta Jansen, Emily Klockhaus, Viviana Polotzek, Renee Oymann und Merle Ruers gingen gleich sechs FC-Fechterinnen an den Start, die allesamt noch in jüngeren Jahrgängen startberechtigt sind.

„Wir wollen unseren Talenten so früh wie möglich die Gelegenheit geben sich zu beweisen“, so der Moerser Stützpunkttrainer Matthias Block, wohlwissend, dass seine junge Truppe keine großen Chancen gegen Fechterinnen. wie die siebenfache Deutsche Meisterin Anne Sauer oder das Ausnahmetalent und mehrfache Welt- und Europameisterin Leonie Ebert, haben wird.

Dazu sind die Moerser Fechterinnen einfach noch zu jung. Und, natürlich freuten sich die Moerser Trainer und Fechterinnen auf das Wiedersehen mit Pia Ueltgesforth, die mittlerweile für den FC Tauberbischofsheim die Klingen kreuzt.

Bereits nach der Vorrunde des 84 Starterinnen umfassenden Feldes kam das Aus für Greta Jansen und Celine Pachmann. „Greta hat in den vergangenen Turnieren hervorragende Leistungen gezeigt, da war die Luft halt mal etwas raus“, so die versöhnlichen Worte von Trainer Block. Celine Pachmann beendete das Turnier auf Rang 73, Greta Jansen fand sich auf Platz 70 wieder. Alle weiteren Fechterinnen erreichten die K.o-.Runde der letzten 64 Fechterinnen. Hier kam das Aus für Emily Klockhaus. Sie unterlag ihrer 14 Jahre älteren Kontrahentin Jessica Mamok aus Münster.

Gutes Gefecht

Auch für Viviana Polotzek kam nach einem guten Gefecht das Aus gegen die weit höher eingeschätzte Freya Cenker aus Österreich. Für Viviana Polotzek stand am Ende Platz 41 auf der Anzeigetafel, Emily Klockhaus konnte mit Platz 43 ebenfalls gut leben. Eine Überraschung hingegen gelang Renee Oymann, das erst 14-jährige Moerser Talent gewann souverän mit 15.8 gegen die Berlinerin Jerssica Kinzel.

Und zog damit in die Runde der besten 32 Fechterinnen ein. Ebenfalls die nächste Runde erreichte Merle Ruers. Sie konnte die Hanauerin Marie Schmidt mit 15:8 klar auf Distanz halten. Auch wenn beide Moerser Fechterinnen in der nächsten Runde das Aus ereilte, konnten die Moerser Fechtamazonen mit ihren Ergebnissen und der gezeigten Leistung hochzufrieden zurück in die ehemalige Grafenstadt reisen. Renee Oymann erreichte bei ihrem ersten Aktiventurnier Rang 27 während es Merle Ruers sogar auf Platz 22 schaffte.

Etwas traurig war man in den Moerser Reihen allerdings schon. Verletzte sich doch die ehemalige Vereinskameradin Pia Ueltgesforth während eines Gefechtes so unglücklich, dass sie in der Runde der letzten 32 Fechterinnen aus dem Turnier aussteigen musste. Am Ende stand für sie ein Platz 21 auf dem Papier. „Insgesamt können wir mit den hier gezeigten Leistungen zufrieden sein“, so Trainer Block nach dem Turnier.

Sieg von Linn-Marie Völker

Einen besonderen Turniererfolg konnte an diesem Wochenende Linn-Marie Völker für sich verbuchen. Im Rahmen einer Urlaubsreise durch Schweden nahm sie am „2018 Sydsvenska cupen – Ystadstöten höst“ Turnier im südschwedischen Ystad teil und konnte dort bei einem gemischten Schülerturnier den ersten Platz erzielen.

„Es klingt ja schon verrückt genug, dass unsere Fechterinnen und Fechter ihre Fechtsachen mit in den Urlaub nehmen. Den Club dann aber auch noch erfolgreich bei einem Turnier zu präsentieren macht uns natürlich besonders stolz. Gratulation an Linn-Marie.“, so Markus Tenbergen, der 1. Vorsitzende des Moerser Fechtclubs.

Wolfgang Jades

Nils Fabinger ist in bestechender Form

Nils Fabinger (vorne) ist derzeit in bestechender Form und erreichte bei den Turnieren in München und Burgsteinfurt jeweils das Finale. Dabei holte er wichtige Punkte für die jeweiligen Ranglisten.

 

Moers.   Bei den Turnieren in München und Burgsteinfurt erreicht das große Talent des FC Moers jeweils das Finale und holt zweimal Silber

Nils Fabinger vom Fechtclub Moers ist derzeit in einer unglaublichen Form. Innerhalb einer Woche stellte er dies gleich zweimal unter Beweis. Bei Turnieren in München und jetzt in Burgsteinfurt erreichte er jeweils das Finale fechten.