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FC Moers feiert drei DM-Medaillen

Renee Oymann holt sich in Weinheim Bronze bei den Deutschen Meisterschaften. Foto:Archiv/Oleksandr Voskresenskyi

 

Moers. Mit „insgesamt zwei Medaillen“ hatte Matthias Block bei den Deutschen U17-Meisterschaften in Weinheim für die Mannschaft vom Fechtclub Moers geliebäugelt. Am Ende konnte sich der FCM-Cheftrainer sogar über dreimaliges Edelmetall freuen. Einmal Silber und zweimal Bronze holte sein Florett-Team.

Bei den Damen kämpften 98 Fechterinnen um den nationalen Titel. Aus Moers hatten sich mit Sophia Meißner, Vivian Marie Hendler, Stina Reimelt, Amelie Wetzling, Eva Engler, Viviana Polotzek, Nicole Hartfelder, Emily Klockhaus, Renee Oymann, Merle Ruers und Celine Pachmann elf zum Teil ganz „junge Fechterinnen für diese DM qualifiziert. Da ist das Dabeisein schon ein tolles Ergebnis“, freute sich dann auch der zweite Moerser Trainer Saeid Nourouzi.

So war es kein Beinbruch, dass Sophia Meißner und Vivian Marie Hendler die Vorrunde nicht überstanden, Stina Reimelt, Amelie Wetzling und Eva Engler nach ihrem ersten K.-o.-Gefecht ausschieden und Viviana Polotzek sowie Nicole Hartfelder im Kampf in der Runde besten 64 deutschen Fechterinnen den Kürzeren zogen. Überraschend war dabei eher das Ausscheiden von Emily Klockhaus gegen Maria Adrian aus Quernheim. Doch Renee Oymann setzte sich mit 15:4 souverän gegen die Darmstädterin Sara Demel durch.

So traten mit Oymann, Merle Ruers und Celine Pachmann drei Moerserinnen in der Runde der besten 32 Fechterinnen an. Ruers siegte mit 15:12 gegen Lea Sophie Drescher aus Lübeck, Oymann bezwang Isabelle Lindner aus Radebeul und Pachmann hatte mit Jennifer Balle aus Halle an der Saale die schwerste Aufgabe. Sie löste die mit 15:14. Das Trio war weiter.

Niederlage gegen die Meisterin

Doch in der 16er-K.-o.-Runde erwischte es Ruers und Pachmann. Doch Oymann schlug Lucia Arnela aus Saarbrücken, schlug unter den besten Acht die Cottbusserin Angelina Noelle-Krause mit 15:9 und hatte mit dem Halbfinaleinzug Bronze bereits sicher. Mehr wurde es nicht, weil nun die Lokalmatadorin und spätere Deutsche Meisterin Celia Hohenadel wartete. Doch die Moerser Delegation jubelte über den dritten DM-Platz.

Schließlich mischte mit Nils Fabinger, auf dem eine Menge Hoffnungen ruhten, Simon Polotzek, Nick-Emde Marbach, Alexander Hilbrandt und Fabian Heuser noch ein FCM-Quintett bei der Titelvergabe der U17-Herren mit.

Polotzek erwischte es in der Vor-, Marbach nach der Platzierungsrunde. Das verbliebene FCM-Trio rutschte per Freilos vorbei an der 128er-K.-o.-Runde unter die besten 64 Fechter. Dort war dann für Hilbrandt und Heuser Schluss. Fabinger schlug aber mit 15:7 Teymour Saifi aus Tauberbischofsheim, kämpfte beim 15:12 gegen den Weinheimer Aaron Eidemüller und seine Nerven und setzte sich anschließend mit 15:9 gegen Vincent Hellmund aus Stuttgart durch. Fabinger, ein EM- und WM-erfahrener Fechter, bekam es nun mit Noah Braun vom OFC Bonn zu tun – gewann mit 15:11 und zog ins Halbfinale gegen den Quernheimer Justin Arndt ein. Der schlug aber den Moerser, der sich dennoch über Bronze freuen konnte. „Das war ein perfekter Tag. Gleich zwei Medaillen und weitere tolle Platzierungen unserer Sportlerinnen und Sportler. Das macht Lust auf Mehr“, so Matthias Block. Da wusste er noch nicht, dass die Ausbeute noch besser würde.

Rückschlag im Team-Wettkampf

Allerdings hatten erst einmal die Herren einen Rückschlag bei den Mannschaftsentscheidungen zu verkraften: Nils Fabinger musste krank passen. Das junge Team um Simon Polotzek, Fabian Heuser und Alexander Hilbrandt verkaufte sich aber prima. Einem Sieg gegen das Team von Haueneberstein folgten zwei knappe Niederlagen mit 37:45 gegen Stuttgart und im Platzierungsgefecht mit 39:43 gegen Würzburg. Die Fechtgemeinschaft Düsseldorf/Kleve wurde aber mit 45:25 besiegt, wodurch die Moerser Mannschaft von 23 Teams auf dem 14. Platz landete.

Die FC-Damen-Mannschaft hatten dagegen in Bestbesetzung anderes im Sinn. Renee Oymann, Celine Pachmann, Emily Klockhaus und Merle Ruers fegten erst die Startgemeinschaft Soltau/Wolfsburg mit 45:3 von der Planche, trafen dann in der Runde der letzten acht Teams auf Hamburg-Eilbeck und setzten sich mit 45:20 durch und zogen ins Halbfinale ein.

Doch dort warteten die U17-Mädels vom Bundesleistungszentrums des FC Tauberbischofsheim. Nahezu unbeeindruckt aber hochkonzentrierte und selbstbewusst ging das Moerser Quartett diese Aufgabe an – und putzte den vermeintlichen Favoriten völlig verdient mit 44:26. Im Finale setzte sich dann aber der gastgebenden TSG Weinheim durch. Doch der FC Moers jubelte über DM-Silber.

„Enormer Zusammenhalt“

„Was mich an diesem Wochenende, neben den Medaillen und tollen Gefechten unglaublich gefreut hat, war der enorme Zusammenhalt des Moerser Teams“, so ein sichtlich bewegter Trainer Matthias Block. „Auch bereits ausgeschiedene Fechterinnen und Fechter und deren Eltern und Begleitungen haben an beiden Tagen für eine Stimmung gesorgt, die ich bisher so noch nie erlebt habe.“

Kommendes Wochenende sind die Deutschen Junioren Meisterschaften in Schwerin, und am 25. und 26. Mai steht die Deutsche B-Jugend-Meisterschaft in Moers an.

Uwe  Zak

Nachwuchs im Konzert der Großen

Merle Ruers (links) kämpfte beim Weltcup in Tauberbischofsheim mit.

 

Moers. Zwei junge Fecht-Talente des FC Moers mischten beim Florett-Weltcup der Damen in Tauberbischofsheim mit. Die 17-jährige Merle Ruers geht normalerweise noch bei den Juniorinnen an den Start, die 15-jährige Renee Oymann sogar noch in der A-Jugend. Beim Weltcup trat das Duo allerdings bei den Aktiven an, wie die „Großen“ im Fechten heißen, und lieferten dafür schon ein beachtliches Ergebnis.

Merle Ruers, die in der Vorrunde scheiterte, belegte den 181. Platz. Renee Oymann stieß sogar in die Hauptrunde vor und landet schließlich auf dem 145. Rang. In der Vorrunde warteten schwere Aufgaben auf Merle Ruers. Zwei ihrer Gegnerinnen kamen bei diesem Weltcup in der Endabrechnung unter die 30 Besten. Nur eins der sechs Gefechte konnte Ruers für sich entscheiden. Mit einem deutlichen 5:1 schlug sie die sechs Jahre ältere Schwedin Cristina Valero-Collantes. Dieser Sieg reichte schließlich aber leider nicht zum Weiterkommen.

Gute Vorrunde

Über eine erfolgreichere Vorrunde konnte sich Vereinskollegin Renee Oymann freuen. Sie setzte sich gegen zwei der sechs Konkurrentinnen durch. Dabei ließ sie der Kolumbianerin Vanessa Serna beim souveränen 5:0-Sieg nicht den Hauch einer Chance. Mit 5:3 schlug sie danach die Ukrainerin Anna Tarenenko. Damit schaffte es die Moerserin ins 128er-Tableau – unter 203 Fechterinnen aus der ganzen Welt. Dort wartete die 22-jährige Polin Katarzyna Lachman. Diese hatte in der Vorrunde ihrerseits nur eine Niederlage hinnehmen müssen.

Dennoch ging die Moerserin selbstbewusst in den Kampf und lag auch zur Überraschung der Gegnerin zunächst schnell mit 4:0 vorne. Danach fand die Polin jedoch besser in den Kampf und siegte mit 15:8. Lachman erreichte schließlich den 49. Platz. Oymann beendete den Wettkampf als achtbeste von 22 Deutschen. Dies ist umso erstaunlicher, da sie im Vorfeld nicht einmal auf der Setzliste aufgeführt wurde. „Das war schon klasse“, freute sich nachher dann auch Markus Tenbergen, Vorsitzender des Moerser Fechtclubs, über das Ergebnis. „Nicht nur, dass Renee in diesem hochkarätigen Feld mit zwei Siegen durch die Vorrunde kam, sondern sie verkaufte sich auch in der K.-o.-Runde richtig gut.“

Die ehemalige Moerser Fechterin Pia Ueltgesforth, die im vergangenen August vom FC Moers zum FC Tauberbischofsheim gewechselt war und nun für diesen Verein antritt, erwischte vor heimischer Kulisse einen rabenschwarzen Tag. Obwohl sie an Rang 166 gesetzt war, verlor sie alle Gefechte ihrer Vorrunde und landete schließlich auf dem 191. Rang.

Jan Schikorski

Moerser mischen bei der Weltmeisterschaft mit

War bei der WM in Polen mit dabei: der Moerser Nils Fabinger

 

Moers. Bis unter die weltbesten 100 Sportler kommen, das schafft wahrlich nicht jeder. Renee Oymann kann genau dies mit ihren 15 Jahren schon behaupten. Die Florettfechterin des Fechtclub Moers startete ebenso wie ihr Vereinskollege Nils Fabinger bei der Junioren-Weltmeisterschaft im polnischen Torun. Und landete auf Position 75 eben unter den Top 1000 der U17-Altersklasse.

Zwei Siege in der Vorrunde konnte Oymann landen, musste sich aber auch zweimal knapp mit 4:5 gegen Mitfavoritinnen auf den Titel geschlagen geben. In der anschließenden K.-o.-Runde war dann gegen Nok Sze Daphne Chan aus der chinesischen Sonderhandelszone Hongkong mit einem 11:15 Endstation.

Däne war zu stark

Ähnlich erging es Renee Oymanns Klubkollege Nils Fabinger. Der bei der WM in der U20-Klasse startende U17-Florettfechter erreichte nach zwei Vorrundensiegen ebenfalls die Ausscheidungsrunde.

Hier erwies sich der Däne Jonas Winterberg-Poulsen allerdings als zu stark. Fabinger, derzeit der beste Nachwuchsfechter aus der Moerser Talenteschmiede, musste sich mit einem 12:15 recht knapp geschlagen geben. Das Aus bedeutete für Nils Fabinger am Ende Platz 112 unter den 174 weltbesten Junioren im Florettfechten.

Sein Moerser Cheftrainer Matthias Block war mit dem Abschneiden seiner Schützlinge in Polen recht zufrieden: „Beide Sportler haben konzentriert gefochten und sich trotz der großen Kulisse nicht nervös gezeigt. Renee und Nils stehen noch am Anfang ihrer internationalen Fechtkarrieren. Es wird für beide, wenn sie so weiter trainieren, mit Sicherheit nicht die letzte WM-Teilnahme gewesen sein.“

Derweil legte Henrik Barby beim Bagno Cup in Burgsteinfurt einen schönen Auftritt hin und wurde am Ende Turniersieger. Barby gewann, wie bereits zuvor beim Turnier in Bochum, in der Altersklasse U12. Jan Wohlgemuth sicherte sich in Burgsteinfurt den Silber-Platz.

„Unsere Jüngsten haben sich mal wieder toll präsentiert. Wir haben an diesen Wochenenden einige Talente gesehen, von denen wir später bestimmt auch noch auf internationaler Bühne etwas zu sehen bekommen“, lobte der zufriedene Moerser Nachwuchstrainer Matthias Neuhaus. miry

 

Gegen den Olympiasieger

Niklas Stieren (rechts) traf im Mannschaftsgefecht auf den Olympiasieger von 2008 und aktuellen Deutschen Meister Benjamin Kleibrink. Niklas Stieren unterlag mit 1:9, Matthias Neuhaus mit 1:6 und Nils Fabinger mit 5:9. Foto:FCM

 

Moers. Zwei Wochen, nach dem im polnischen Torun die Hallenweltmeisterschaften der Leichtathletik-Senioren über die Bühne gegangen ist, steht an gleicher Stelle die Fecht-Weltmeisterschaft der Kadetten und Junioren auf dem Programm. Außerdem warten einige Mitglieder vom Fechtclub Moers vor dem Saisonende noch auf Deutschen Meisterschaften in den verschiedenen Altersklassen. Für die Senioren ist dieser Termin bereits vorbei. Im Damen- und Herrenflorett ging es im Bundesleistungszentrum Tauberbischofsheim um den nationalen Titel.

Der FC Moers hatte dafür eine jungen Fechtriege ins Rennen geschickt, die eher Erfahrungen statt Tittel sammeln sollte. Allerdings konnte der ein oder andere Favorit geärgert werden.

Mit Hannah Fenger, Luise Greiffer, Greta Jansen, Emily Klockhaus, Renee Oymann und Merle Ruers hatte sich vom FC Moers nach Gastgeber FC Tauberbischofsheimeine die größte Anzahl bei den Damen qualifiziert.

Hannah Fenger zog als Fünfte ins Hauptfeld ein. Alle anderen Moerserinnen folgten ihr in die K.-o.-Runde.

Merle Ruers gewinnt mit 15:14

Unter den besten 64 Fechtern flog schließlich Renee Oymann als Jüngste raus. Ihr folgten wiederum Emily Klockhaus, Luise Greiffer und überraschend auch Greta Jansen, die Angelina Noelle-Krause aus Cottbus unterlag. Merle Ruers setzte sich dagegen mit 15:14 gegen Ainhoa Vogel vom Ausrichter durch. Hannah Fenger überzeugte trotz beruflichem Trainingsrückstandes durch Erfahrung, kam mit 15:6 gegen die Lübeckerin Leah Sophie Drescher weiter und komplettierte das Moerser Duo. Merle Rues musste sich allerdings in der Runde der letzten 32 Fechterinnen verabschieden. Die Stuttgarterin Szofia Posgay war besser.

Doch Hannah Fenger zog nach 15:8 gegen Sophie Irene Brunets ins Achtelfinale ein. Dort musste sie sich aber der neuen DM-Dritten Eva Hampel vom Ausrichter geschlagen geben, überzeugte aber auf dem 15. Rang. „Wenn man bedenkt, dass Hannah kaum trainieren konnte, ist diese Platzierung noch höher zu bewerten“, so FCM-Trainer Saeid Nourouzi, der das Moerser Team in Polen unter seine Fittiche nahm.

Mit Niklas Stieren und Nils Fabinger konnte der FCM auch zwei qualifizierte Herren ins Geschehen werfen. Niklas Stieren musste sich in der Runde der letzten 64 Fechter dem Duisburger Martin Wiemann, beugen, wurde 38., doch Nils Fabinger schlug Stephan Bair aus Stuttgart mit 15:3. In der Runde der besten 32 Fechter war dann aber auch für Fabinger Feierabend. Er verlor gegen den Münchner Anton Ziegon und kam auf den 17. Platz.

Mit den Jungs sehr zufrieden

„Ich bin mit unseren Jungs sehr zufrieden“, sagte Trainer Nourouzi.

„Niklas hat eine gute Vorrunde gefochten und hier sein Können aufblitzen lassen. Schade, dass er das nicht in die Hauptrunde mitnehmen konnte“, sparte er anschließend auch nicht mit Lob.

Uwe Zak

Der Moerser Florett-Nachwuchs räumt in Duisburg ab

Die U17-Damen mit Celine Pachmann (hinten 2. von links). Viviana Polotzek (hinten 2. von rechts), Nicole Hartfelder (vorne links) und Sophia Meißner (vorne rechts).

 

Moers. Zehn Einzelentscheidungen bei den NRW-Landesmeisterschaften im Florettfechten standen in Duisburg an. Sechsmal ging der Titel nach Moers. Sophia Meißner wurde Meisterin in der Altersklasse U13, mit Eva Engler kam auch die Zweite vom Fechtclub Moers. Svenja Kosin (7.) und Nele Steffen (8.) rundeten das Top-Ten-Ergebnis ab.

Das U20-Podest wurde vom FCM bevölkert. Greta Jansen siegte vor Merle Ruers. Dritte wurden Renee Oymann und Celine Pachmann, Emily Klockhaus wurde Fünfte und Viviana Polotzek Neunte.

Bei den Senioren gewann Nils Fabinger. Im Finale ließ er auch dem Bonner Internatsfechter Arne Machetanz keine Chance. Niklas Stieren wurde toller Neunter.

Simon Polotzek (U13) ist ebenfalls NRW-Meister vor seinem Vereinskameraden Finn Meier-Ebert. Noah Leander Irleborn freute sich über Rang vier. Maximilian Jobst (U14) wurde Vizemeister, Nick Emde Marbach Vierter, Alexander Hilbrandt Fünfter und Emmanuel Hagene Siebter. Celine Pachmann ist wieder in Form. Nach ihrem Finalsieg gegen Lisa Ricken aus Düren ist sie nun U17-NRW-Meisterin. Viviana Polotzek wurde Dritte, Nicole Hartfelder Fünfte, Sophia Meißner Achte und Amelie Wetzling tolle Zehnte.

Renee Oymann, startete als eine der jüngsten bei den Senioren, musste sich erst im Finale geschlagen geben. „Sie ist wohl die jüngste NRW-Vizemeisterin der Senioren aller Zeiten“, schmunzelte der FCM-Vorsitzende Markus Tenbergen. Merle Ruers wurde Fünfte, Emily Klockhaus Siebte, Greta Jansen Achte und Luise Greiffer Neunte.

Auch in der Altersklasse U14 stellt der FC Moers die diesjährige Landesmeisterin. Nicole Hartfelder setzte sich in ihrem Finalgefecht verdient gegen die Duisburgerin Anette Braun durch.

Nicole Hartfelder den holt U14-Titel

Die Bronzemedaille sicherte sich außerdem noch Alexander Hilbrandt in der Altersklasse U17 bei den Herren. In seinem Turnier lieferte er tolle Gefechte ab.

Fabian Heuser kam in dem Wettbewerb auf den siebten Rang, Simon Polotzek belegte Platz neun und Emmanuel Hagen wurde am Ende Zehnter. Somit war der FC Moers auch in dieser Altersklasse hervorragend unterwegs.

Uwe Zak

 

FC Moers ist bei den Rheinischen Landesmeisterschaften top

Fabian Heuser hat sich in der Altersklasse U17 prima geschlagen. Foto:Archiv/Markus Joosten

 

Moers. Nachdem Renee Oymann und Nils Fabinger kräftig Europameisterschaftsluft im italienischen Foggia schnuppern konnten, stand das Duo vom Fechtclub Moers mit Vereinskameraden nun wieder bei den Rheinischen Landesmannschaftsmeisterschaften der Senioren, U20 und U17 in Düsseldorf auf der Planche. Dort fielen für die Moerser sechs Mannschaftsentscheidungen.

Bei den Senioren, was früher die Aktiven waren, stellte der FC Moers mit Renee Oymann, Merle Ruers und Emily Klockhaus das bei weitem jüngste Team. Zum Teil waren die Gegnerinnen mehr als doppelt so alt. Trotzdem siegte das Moerser Team mit 28:45 und traf auf die Mannschaft vom OFC Bonn. Dort musste sich der FCM mit 31:45 geschlagen geben und holte sich die Silbermedaille.

Die Moerser Herrenmannschaft mit Nils Fabinger, Fabian Heuser, Gregor Branscheid und Niklas Stieren siegte gegen Duisburg (42:41), Düsseldorf (45:35) und Düren (45:35), unterlag aber auch dem Bonner Team und holte Silber. In der gleichen Besetzung startete die FCM-Mannschaft in der U20-Konkurrenz. Wieder scheiterte Moers an Bonn – mit 42:45 – holte aber die dritte Silbermedaille.

Die gleichen Teams

Die Moerser U20-Mädels, ebenfalls die gleichen, die auch bei den Senioren gekämpft hatten, schlugen nach der STG DFC Düsseldorf/Eintracht Duisburg (45:35), und Düren (45:9) diesmal allerdings auch Bonn (45:43). Dafür wurden Emily Klockhaus, Merle Ruers und Renee Oymann mit dem Landesmeistertitel belohnt.

Niemand kam aber bei den U17-Entscheidungen an Moers vorbei. Die Mädchen setzten sich gegen Düren, Düsseldorf und Bonn durch. Die Jungs, bei denen die erfahrenen Fechter Nils Fabinger und Fabian Heuser durch Emmanuel Hagene toll unterstützt wurden, ließen Eintracht Duisburg und der STG Düsseldorf/Kleve keine Chance, holten so den zweiten Landesmeistertitel in die ehemalige Grafschaft.

FCM-Trainer Saeid Nourouzi war danach auch voll des Lobes für seine Schützlinge: „Die Ergebnisse zeigen, dass wir weiter auf dem richtigen Weg sind und der Fechtclub Moers klasse Fechterinnen und Fechter ausbildet. Wie das Gesamtergebnis und der erfolgreiche Einsatz von Fechtnachwuchs wie Emmanuel Hagene zeigen.“

Uwe Zak

Die Moerserin Renee Oymann schlägt sich in Foggia prima

Renee Oymann vom FC Moers war im italienischen Foggia gut drauf. Foto:Oleksandr Voskresenskyi

 

Moers Renee Oymann ist 14 Jahre alt. 16 ist Nils Fabinger. Die beiden waren jetzt im italienischen Foggia. Aber nicht um in der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in der Region Apulien Urlaub zu machen, sondern um zu kämpfen. Genauer, um zu fechten. Mit dem Florett. Die beiden Nachwuchssportler vom Fechtclub Moers traten dort für Deutschland bei den Europameisterschaften an. Renee Oymann bei den A-Jugendlichen (U17) im Einzel und mit der Mannschaft, Nils Fabinger in der älteren Klasse, bei den Junioren (U20), im Einzel.

Renee Oymann war in Foggia eine der Jüngsten unter den 83 Fechterinnen ihrer Altersklasse. Nicht nur bei den deutschen Konkurrentinnen. Sie tritt erst seit diesem Jahr bei den A-Jugendlichen an. Dennoch konnte sie sich mit drei Siegen in der Vorrunde behaupten. In der Runde der besten 64 verlor sie allerdings mit 6:15 gegen die 17-jährige Lettin Emilija Maslobojeva. Damit erreichte Renee Oymann am Ende den 50. Platz.

Markus Tenbergen, 1. Vorsitzender beim FC Moers, zeigte sich zufrieden mit der jungen Fechterin: ,,Für ihre erste Europameisterschaft war das ein gutes Ergebnis.“

Erfolg mit der Nationalmannschaft

Erfolgreicher lief es für Oymann mit der Mannschaft. Sie bildete zusammen mit Jenniffer Balle (Fechtcentrum Halle), Celia Hohenadel und Luca Holland-Cunz (beide TSG Weinheim) die deutsche Nationalmannschaft in dieser Altersklasse. In der ersten Runde setzten sich das Team mit 45:37 gegen Schweden durch. In der zweiten Runde musste die Mannschaft um Oymann jedoch gegen die späteren Europameisterinnen aus Russland antreten. Die Russinnen setzten sich mit 45:25 durch.

Renee Oymann war mit zehn Punkten gegen Russland die Erfolgreichste in der Deutscher Mannschaft, die jetzt die Plätze fünf bis acht ausfechten musste. Hier siegte sie im ersten Kampf mit 45:23 gegen Rumänien. Im Gefecht um den fünften Platz musste sich Deutschland allerdings mit 24:45 die Italienerinnen geschlagen geben.

Somit stand für Renee Oymann und ihre Mannschaft am Ende der sechste Platz zu Buche.

Der Moerser Nils Fabinger hatte sich bekanntlich in seiner Altersklasse U17 nicht qualifiziert, aber in der U20. Dort wurde er aber nicht in der Mannschaft berücksichtigt. Und das obwohl der 16-Jährige auf der deutschen A-Jugend-Rangliste den zweiten Platz belegt. Nach der knapp verpassten Qualifikation im Einzel hatte er bis zuletzt auf eine Nachnominierung gehofft. Vergebens.

Die Qualifikation hatte er dafür im Einzel eine Altersklasse höher bei den Junioren geschafft. In der Vorrunde mit 81 Fechtern setzte er sich in mit drei Siegen durch und kam in die Hauptrunde. Dort verlor er allerdings direkt das erste Gefecht mit 4:15 gegen den Polen Szymon Czartoryjski und landete am Ende auf dem 44. Platz.

 

Sechsmal Gold für den Nachwuchs

Ein Teil der erfolgreichen Jungs vom FC Moers: (hinten von links) Alexander Hilbrandt, Nick Emde-Marbach, Simon Polotzek, Maximilian Jobst, Emmanuel Hagene; (vorne von links) Noah Leander Irleborn und Finn Meier-Ebert. Foto:Polotzek

 

Moers. Satte 25 Podestplatzierungen konnten die Florettfechter des Fechtclub Moers beim Ranglistenturnier in Mülheim/Ruhr erringen. Von der U10 bis zu den Aktiven mischten Moerser Fechter mit. „In fast jeder Altersklasse stand mindestens ein Moerser Fechter oder Fechterin auf dem Podest. Das hat es hier bisher noch nicht gegeben“, zog nach dem Turnier FCM-Trainer Saeid Nourouzi ein positives Fazit. „Auch die zahlreichen Top-Ten-Platzierungen zeigen, dass der Fechtclub Moers im Moment das Aushängeschild des Florettfechtens im Rheinland ist.“

Neben sechs Goldmedaillen gab es für die Moerser achtmal Silber und elfmal Bronze. Bei den Damen standen Eva Engler (U13), Ariane Hartmann (U12) und Evelina Latypova (U10) ganz oben auf dem Treppchen. Simon Polotzek (U13) und Niklas Pagenkopf (U10) konnten bei den Herren den Sieg davontragen. Bei der U14 gab es gleich einen Dreifacherfolg. Nick Emde-Marbach konnte hier vor seinen Vereinskollegen Alexander Hilbrandt und Maximilian Jobst den ersten Platz belegen.

Jeweils einen zweiten und einen dritten Platz holten Greta Jansen und Emily Klockhaus. Beide waren in den Altersklassen Aktive und U20 angetreten. Bei den Aktiven zog Jansen ins Finale ein, bei der U20 hatte Klockhaus im direkten Halbfinal-Duell mit der Teamkameradin die Nase vorn. Beide mussten sich aber im Gefecht um Platz eins der für Bonn startenden Irin Genevieve Clarke geschlagen geben. Wichtig sind darüber hinaus die gesammelten Punkte für die Rheinische Landesrangliste. Ab dem Jahrgang U13/U14 entscheiden diese über die Teilnahme an der deutschen Meisterschaft.

Auch der Blick auf die Altersklassenranglisten des Rheinischen-Fechterbundes dürfte beim Fechtclub Moers für gute Stimmung sorgen. In zehn von zwölf Altersklassen stehen Moerser Fechter auf Rang eins.

 

Moerser Duo bei der Europameisterschaft

Die „Wild Boys“ aus Bittenfeld grüßen im Hintergrund und die aus Moers von der ersten Reihe: (von links) Trainer Matthias Neuhaus freut sich mit Simon Polotzek und Nils Fabinger über den Turniersieg in Stuttgart. Foto:Polotzek

 

„Auch wenn sich Nils leider nicht mehr für die U17-EM qualifizieren kann, ist er sicherlich motiviert genug, um sich hier ordentlich zu präsentieren“, so der Moerser Trainer Matthias Neuhaus vor dem Turnier in Stuttgart.

Nach dem Sieg der Adolf-Ermler-Plakette erinnert der Coach an das U17-EM-Aus: „Nils hat sich hier unglaublich konzentriert gezeigt. Es ist schade, dass zwei schlechte Ergebnisse in einer herausragenden Saison dazu geführt haben, dass er sich nicht für die U17-EM qualifiziert hat.“

Nils Fabinger hatte, wie berichtet, die EM-Qualifikation für die höhere Altersklasse U20 in der Tasche, verpasste aber in den letzten beiden Turnieren das europäische Turnier seiner eigentlichen Altersklasse U17. Leider wurde er auch nicht für die Mannschaft nominiert. Da bekamen andere Fechter, die in der Rangliste deutlich hinter Fabinger stehen, den Vorzug.

Nun startet Nils Fabinger Mittwoch, 27. Februar, im italienischen Foggia bei der U20-EM. Bereits Sonntag, 24. Februar, steht dort Renee Oymann auf der Planche. Die Moerserin tritt für Deutschland bei den U17-Damen im Einzel an und ab Dienstag 26. Februar, geht’s mit der Mannschaft um die Europameisterschaft-Titel.

 

In Duisburg abgeräumt

Das Duisburger Podest fest in Moerser Hand: (hinten von links) Amelie Wetzling, Viviana Polotzek, Eva Engler, Nicole Hartfelder und (vorne rechts) Stina Reimelt. Foto:Engler

 

Moers. Der Fechtclub Moers hat seinen Nachwuchs auf Reisen geschickt. Aber nicht auf eine Fernreise, sondern lediglich in die Nachbarstadt Duisburg. Dort stand die Mercator-Fehde auf dem Programm. Ein rheinisches Ranglistenturnier für die A-Jugendlichen, das die Gäste vom Landesleistungszentrum kurzerhand zur Moerser Fehde umgestalteten. Zumindest bei den Ergebnissen.

So tauchten bei den U17-Damen in der Endabrechnung gleich acht Moerserinnen unter den ersten zehn Platzierten auf. Siegerin wurde Viviana Polotzek (Jahrgang 2004), vor Amelie Wetzling (2004) und Eva Engler, die aus dem Jahrgang 2006, gemeinsam mit Sophia Meißner und Svenja Kosin, zwei weitere Moerserinnen, die jüngsten Starterinnen waren. Das hat sie aber nicht von gutem Florettfechten abgehalten.

Auch wenn Sophia Meißner als 14. und Svenja Kosin als 16. weiter hinten landeten. Allerdings konnten neben der starken Konkurrenz aus dem eigenen Verein die weiteren Mitstreiterinnen alle fast bis zu vier Jahre älter sein. Ebenfalls auf dem dritten Platz landete Nicole Hartfelder (2005), vor der Fünftplatzierten Celine Pachmann (2003). Lisa Ricken aus Düren auf Platz sechs und Annemarie Braun von Eintracht Duisburg als Neunte verhinderten einen kompletten Top-Ten-Erfolg der Moerserinnen. Denn Stina Reimelt (2002) wurde noch Siebte, Merle Stieren (2003) Achte und Vivian Marie Hendler (2004) schließlich Zehnte.

Mit Ausnahme von Lisa Ricken war bereits das Viertelfinale zum Moerser Vereinsturnier geworden. Die Dürenerin wurde von Eva Engler mit 13:11 aus dem Wettbewerb geworfen. Die wiederum musste sich gegen die spätere Turniersiegerin Viviana Polotzek mit 7:15 klar geschlagen geben.

Moerser Jungs mischen prima mit

Von den Moerser Jungs wurde der beste Dritter. Nick Emde-Marbach (2005) und Simon Polotzek (2006) teilten sich den Platz. Alexander Hilbrandt (2005) als Sechster, Fabian Heuser (2002) auf dem siebten und Maximilian Jobst (2005) auf dem achten Rang komplettierten die erfolgreiche Top-Ten-Riege vom Moerser Fechtclub. Die beiden erneut ganz jungen Mitstreiter, Finn Meier-Ebert (2006) als 15. und Emmanuel Hagene (2005) auf dem 20. Platz, machten Hoffnung auf die Zukunft. Und wie es bis jetzt aussieht, werden Nachwuchsfechter vom Moerser FC am 25. und 26. Mai im Enni-Sportpark-Rheinkamp um die Deutsche Meisterschaft der B-Jugendlichen mitmischen.

Im Turnier hatten im Viertelfinale auch fünf Moerser acht der zur Verfügung stehenden Plätze besetzt. Ein aus Moerser Sicht noch besseres Ergebnis verhinderten allerdings die Duelle. So warf Nick Emde-Marbach mit 15:4 seinen Vereinskollegen Alexander Hilbrandt aus dem Turnier, und Fabian Heuser hatte gegen Simon Polotzek mit 11:15 das Nachsehen.

Uwe Zak