Johanna Fèron ist NRW-Meisterin

Nils Fabinger vom Fechtclub Moers (links) zeigte bei den NRW-Meisterschaften
tolle Leistungen und konnte sich am Ende über die Bronzemedaille freuen.

 

Moers. Die neue Fecht-Saison begann am vergangenen Wochenende gleich mit dem ersten Saisonhöhepunkt. Die NRW Junioren-Meisterschaften im Damen und Herren-Florett in Dortmund standen auf dem Programm. „Wir wollen natürlich da wieder anknüpfen, wo wir in der vergangenen Saison aufgehört haben“, so der Moerser Stützpunkttrainer Matthias Block in Anspielung auf die Titelflut der letzten Saison, als der Moerser Fechtclub zum erfolgreichsten Florettverein der Republik avancierte.Ausrufezeichen setzenUnd seine Schützlinge taten das Nötige um in NRW wieder ein Ausrufezeichen zu setzen. Für den Fechtclub Moers starteten bei den Herren Gregor Branscheid, Justus Felix Dickel, Nils Fabinger, Fabian Heuser und Niklas Stieren, wobei lediglich Dickel „echter“ Junior ist. Alle anderen Moerser Fechter sind noch in der A-Jugend startberechtigt.Bereits in der Vorrunde erwischte es Niklas Stieren und Fabian Heuser. Beide konnten kein Gefecht in der Vorrunde für sich entscheiden. Fabian Heuser belegte Platz 31 und Niklas Stieren Platz 29.Für die restlichen drei Moerser Fechter ging es in die Ko.-Runde. Während Nils Fabinger nach seiner guten Vorrunde ein Freilos für das erste Ko.-Gefecht bekam, mussten Gregor Branscheid und Justus Felix Dickel auf die Bahn. Branscheid traf auf den Bonner David Liebscher. Es entwickelte sich ein Gefecht auf Augenhöhe, dass der Moerser aber am Ende mit 13:15 abgeben musste.Mit Platz 25 konnte der junge Moerser Fechter aber sehr zufrieden sein. Justus Felix Dickel traf in seinem Ko.-Gefecht auf Björn Sommerfeld aus Gummersbach. Der gut aufgelegte Dickel zeigte ein souveränes Gefecht und siegte 15:4. Auch Tim Sauermann erreichte mit einem 15:12-Sieg über Elias Engeln aus Bonn die nächste Runde. Patrick Mang hingegen musste sich Noah Braun aus Bonn geschlagen geben. Somit standen drei Moerser Fechter in der Runde der letzten 16, in dem es glich zu einem vereinsinternen Duell kam: Justus Felix Dickel traf auf Nils Fabinger. Fabinger begann konzentriert, konnte sich schnell absetzen und siegte deutlich. Tim Sauermann unterlag dem Duisburger Martin Wiemann und schied ebenfalls aus. Justus Felix Dickel erreichte Platz zwölf, Tim Sauermann Platz 14.Für Nils Fabinger hingegen war es nun nur noch ein Gefecht bis zur Medaille. Daniel Ott aus Münster wollte dieses verhindern, konnte dem starken Moerser Fabinger aber nichts entgegen setzen. 15:4 waren auch am Ende in der Höhe verdient. Damit hatte Nils Fabinger Bronze sicher. Im Halbfinale stand ihm mit Justian Moor aus Burgsteinfurt aber ein Gegner gegenüber, der an diesem Tag nicht zu bezwingen war. Mit einer knappen 12:15-Niederlage schied Nils Fabinger aus dem Turnier aus, konnte aber zu Recht stolz auf den Gewinn der Bronzemedaille sein. Silber für Paul TenbergenDas Finale bestritten dann Justian Moor und der ehemalige Moerser Fechter Paul Tenbergen. Tenbergen unterlag knapp mit 14.15, konnte sich aber die Silbermedaille sichern. „Fabian hat hier eine starke Leistung gezeigt. Wenn man bedenkt das er zu Beginn dieser Saison erst in die A-Jugend aufgestiegen ist, hat er hier mehr als nur ein Achtungszeichen gesetzt“, so ein hocherfreuter Trainer Matthias Block.Auch die Moerser Damen wollten für weitere Medaillen sorgen. Natürlich gingen die EM- und WM- Teilnehmerin Pia Ueltgesforth und die amtierende deutsche Meisterin der A Jugendlichen und Vizemeisterin der Juniorinnen. Johanna Féron, als Favoritinnen an den Start. Aber auch Greta Jansen, Annabelle Charlotte Peters, Stina Reimelt, Merle Ruers und Sabrina Welting wollten bei der Entscheidung ein Wörtchen mitreden. Für die junge Stina Reimelt hingen die Trauben in diesem Jahr noch etwas zu hoch. Sie schied nach der Vorrunde auf Platz 21 aus. Alle weiteren Moerser Fechterinnen erreichten die Ko.-Runde. Dort mussten Merle Ruers und Annabelle Charlotte Peters auf die Bahn, während ihre Vereinskameradinnen ein Freilos erhielten. Während für Annabelle Charlotte Peters das Turnier nach einer Niederlage gegen die Duisburgerin Laura Adler auf Platz 17 beendet war, konnte sich Merle Ruers gegen die Bonnerin Nina Braun mit 15:10 durchsetzen und die Runde der letzten 16 Fechterinnen erreichen. Greta Jansen traf dort auf Kari Weiner aus Bonn. Gegen die letztjährige Halbfinalistin des Moerser Sparkassen Cups hatte Jansen nicht viel zu bestellen. Auch Merle Ruers konnte im vereinsinternen Duell gegen Pia Ueltgesforth für keine Überraschung sorgen, allerdings kann Merle Ruers mit dem Erreichen der Runde der letzten 16 Fechterinnen und einem Platz 15 in der Endabrechnung sehr zufrieden sein. Greta Jansen belegte Rang elf. Somit waren allein drei Moerser Fechterinnen in der Runde der letzten Acht. Hier erwischte es dann Sabrina Welting. Gegen Henrietta Holze aus Münster konnte sie lange Zeit mithalten. Am Ende reichte es aber nicht. so musste sie sich mit einer 12:14-Niederlage und Rang fünf aus dem Turnier verabschieden. Johanna Féron zeigte Kari Weiner bei ihrem 15:7-Erfolg klar die Grenzen auf und auch Pia Ueltgesforth zeigte gegen Karoline Schmitz, ebenfalls aus Bonn, keine Fehler.Moerser VereinsduellSo kam es wie es kommen musste. Im Halbfinale standen sich Johanna Féron und Pia Ueltgesforth gegenüber, mit dem besseren Ende für Johanna Féron. Nach dem 15:10-Sieg über ihre Clubkameradin stand sie nun im Finale gegen Mona Stephan, die nächste Fechterin vom Bonner Olympiastützpunkt. Und auch hier ließ Johanna Féron keinen Zweifel daran, wer an diesem Tag die beste Fechterin Nordrhein-Westfalens werden wird. 15:11 stand am Ende auf der Anzeige für die Fechterin vom FCM.Der NRW-Meistertitel für Johanna Féron, Platz drei für Pia Ueltgesforth und weitere gute Platzierungen Moerser Sportlerinnen und Sportler lassen Block zuversichtlich in die Zukunft schauen, der ein positives Fazit zog:. „Unsere Mädels können sich im Moment anscheinend nur selbst schlagen und auch die Jungs haben sich gut geschlagen. So kann es für unsere Sportlerinnen und Sportler weiter gehen.“

Wolfgang Jades