Anton Jansen holt in Stuttgart Bronze

Anton Jansen (links) sicherte sich in Stuttgart den dritten Platz. Foto:Archiv/Christoph Karl Banski

 

Der Kampf um die Adolf-Ermler-Plakette in Stuttgart fällt für den Fechtclub Moers absolut nicht unter die Rubrik Ausflugsfahrt. „Das Turnier in Stuttgart gehört zu den am stärksten besetzten A-Jugendturnieren in Deutschland“, ordnet der Moerser Stützpunkttrainer Matthias Block den Florett-Wettkampf im Schwabenland dann auch entsprechend ein. Grund genug, seine A-Jugendlichen am vergangenen Wochenende dort antreten zu lassen. Gemeinsam mit etwa 180 weiteren Startern aus dem In- und Ausland.

Neben den beiden Moerser A-Jugendlichen Anton Jansen und Niklas Stieren machten sich Nils Fabinger und Fabian Heuser, zwei noch in der B-Jugend startberechtigten Moerser Nachwuchsfechter, auf den Weg. „Für Nils und Fabian geht es hier nur um den Einzug in die Hauptrunde“, hatte Block aber Pläne für das junge Duo, die über die Vorrunde hinausgehen sollten.

Dort überzeugten vor allem Anton Jansen, der aus all seinen Gefechten als Sieger hervorging, und Nils Fabinger. Er musste lediglich ein Gefecht abgeben. Mit den beiden zogen auch Niklas Stieren und Fabian Heuser in die Zwischenrunde ein.

Endstation für Heuser und Stieren
Dort ließ Jansen seinen Kontrahenten erneut keine Chance, während Fabinger immerhin vier seiner sechs Gefechte für sich verbuchen konnte. Für Heuser und Stieren war nun allerdings Endstation. Niklas Stieren wurde im Endklassement 119., Fabian Heuser kam auf den 136. Rang. Block zu dem frühen Ausscheiden seiner beiden Florettfechter: „Fabian hat sich hier tapfer geschlagen, für Niklas hätte es aber auch noch eine Runde weiter gehen dürfen.“

Er hatte aber immer noch mit Jansen und Fabinger ein Moerser Duo in der k.-o.-Runde der besten 128 Fechter. Jansen rückte sogar ohne ein Gefecht per Freilos in die nächste Runde vor. Nils Fabinger musste sich hingegen mit Nikolai Djawadi aus Fürth messen. Der Moerser bestimmte das gesamte Gefecht, folgte nach einem eindrucksvollen 15:8-Erfolg Anton Jansen in die nächste Runde der letzten 64 Wettkämpfer, die am Folgetag ausgetragen wurde.

Beide Moerser Fechter erschienen auch am Sonntagmorgen ausgeschlafen und hochkonzentriert in der Stuttgarter Fechthalle. Anton Jansen setzte sich wieder deutlich mit 15:6 gegen den Polen Szymon Pichlacz durch und ließ schon erahnen, dass für ihn das Turnierende noch nicht in Sicht sei.

Der junge Nils Fabinger hatte aber bereits die in ihn gesetzten Erwartungen mehr als erfüllt. Doch auch er wollte noch nicht Schluss machen. So setzte er sich prompt in einem äußerst spannenden Gefecht gegen den Dresdner Marc Müller mit 15:12 durch. Damit standen beide Moerser Fechter in der Runde der besten 32 Fechter.

Nicht einen einzigen Treffer
Nun traf Fabinger ausgerechnet an den an Nummer eins gesetzten Markus Praus aus Berlin. Doch der Moerser ließ sich nicht vom großen Namen seines Kontrahenten einschüchtern, konnte den Kampf lange ausgeglichen gestalten. Doch am Ende musste er sich geschlagen geben – und stand damit im Hoffnungslauf. Dort unterlag er mit 12:15 knapp dem Dresdner Julius Neudeck in einem spannenden Gefecht. Für Nils Fabinger war somit das Turniers zu Ende, er wurde 20. und konnte hoch erhobenen Hauptes die restlichen Gefechte seines Vereinskollegen verfolgen.

Das dauerte aber noch etwas, denn Jansen zeigte an diesem Tag keinerlei Nerven. Im Gegenteil.

Erst fegte er den Schweriner Jan-Eric Zander mit 15:1 von der Bahn und schickte Julius Neudeck mit 15:8 in den Hoffnungslauf – wo der Dresdner anschließend leider Nils Fabinger bezwang. Nun wartete mit Joey Köhler der nächste Dresdner. Doch der konnte nicht einen einzigen Treffer gegen den Moerser setzen. Und flugs stand Anton Jansen in die Runde der letzten und besten acht Fechter. Dort traf er erneut auf Julius Neudeck und konnte sich quasi dafür revanchieren, dass der seinen Moerser Vereinskollegen im Hoffnungslauf eliminiert hatte. Wie bereits zwei Runden zuvor beherrschte Jansen das Gefecht nach Belieben.

Revanche für den Vereinskollegen
Mit 15:6 schickte er Neudeck nach Hause und sich selbst ins Halbfinale. Nun traf Anton Jansen aber auf den späteren Turniersieger Kerem Ercan aus Weinheim – und musste sich denkbar knapp mit 13:15 geschlagen geben. Doch am Ende stand für ihn Platz drei, die Bronzemedaille und jede Menge Punkte für die deutsche A-Jugendrangliste auf der Ergebnisliste.

„Das war ein tolles Turnier für Anton und Nils“, hatte auch ein hochzufriedener Matthias Block ein verdientes Lob parat. „Nils und Fabian zeigen seit Wochen einen guten Einsatz im Training. Das Ergebnis macht deutlich, dass sich dieser Einsatz am Ende gelohnt hat“, so der Moerser Erfolgstrainer Matthias Block zum Abschluss.

Uwe Zak