10:0! Berlinerin macht keinen Stich gegen Greta Jansen

Sie waren als erfolgreiches Trio in Potsdam. (von links) Celine Pachmann, Emily Klockhaus und Merle Stieren. Bild: Archiv NRZ

„Die besten Fechterinnen Osteuropas sind hier, da werden es unsere Fechterinnen sehr schwer haben“, so Matthias Block, Trainer am Landesleistungsstützpunkt Moers vor dem Turnier.Während Johanna Feron in der Vorrunde nur ein Gefecht abgeben musste, konnte Pia Ueltgesforth in ihrer Vorrunde drei von fünf Gefechten für sich entscheiden. Im Anschluss ging es dann direkt in die k.-o.-Runde der letzten 128 Fechterinnen.Johanna Feron verlor ihr Gefecht mit 11:15 gegen die Ungarin Ivett Tomka und Pia Ueltgesforth unterlag der Russin Anastasya Minyaeva mit 9:15. Damit war für beide Fechterinnen des FC Moers das Turnier beendet. Johanna Feron wurde 69., Pia Ueltgesforth kam auf den 71. Platz. „Hier wurde einmal mehr die Stärke der osteuropäischen Fechterinnen sichtbar“, so Trainer Block in seiner Nachbetrachtung. „Trotzdem haben unsere Mädchen hier tapfer gekämpft“. Nur drei deutsche Fechterinnen waren am Ende unter den ersten Dreißig zu finden.Am nächsten Tag durften Feron und Ueltgesforth noch bei der Mannschaftsentscheidung mitfechten. Dabei zeigte besonders Deutschland 2 mit Pia Ueltgesforth, was in dem Team steckt. Nach einem 37:33-Sieg gegen Moldavien gab es gegen Deutschland 1 ebenfalls einen Sieg. Erst Ungarn, die späteren Turnierzweiten, konnte die Mannschaft um die Moerserin stoppen. Platz 8 hinter Polen, Ungarn und Russland war der verdiente Lohn.Trainingslager in PotsdamZum diesjährigen Trainingslager in den Herbstferien ging es für den Moerser Fechtnachwuchs nach Potsdam. Neben Ausflügen in die Stadt Potsdam, dem Schloss Sanssouci und einem Besuch in der Bundeshauptstadt drehte sich im Trainingslager alles um die Vorbereitung auf die weitere Saison. Zum Abschluss des Potsdam-Aufenthalts ging es für die Moerser Fechter und Fechterinnen zum Sanssouci-Pokal.Gleich mit vier Moerser Fechterinnen starteten bei den Schülerinnen der Jahrgange 2003 und 2004. Auf der Bahn zeigte Celine Pachmann eine tolle Leistung. Durch eine fehlerfreie Vorrunde bekam sie für das k.-o. der besten 32 Fechterinnen ein Freilos. Im Gefecht der letzten 16 konnte sie die Potsdamer Lokalmatadorin Charlotte Lampert mit 10:5 bezwingen. Ganz spannend wurde es dann im Finale der besten Acht. Aber auch dort behielt Celine Pachmann die Nerven, gewann mit 10:9 gegen Nina Reich aus Berlin.Erst im Halbfinale konnte sie von der Cottbuserin Angelina Krause gestoppt werden. Aber mit Platz drei bei diesem Turnier waren Trainer und Fechterin äußerst zufrieden. Mit Emily Klockhaus erreichte eine weitere Moerser Fechterin einen Rang unter den besten Zehn. Aber auch bei den B-Jugendlichen-Damen kämpfte sich eine Moerser Athletin aufs Treppchen. Greta Jansen erreichte ebenfalls Platz drei. Nach durchwachsener Vor- und Zwischenrunde, in der sie jeweils zwei Gefechte abgeben musste, zeigte sie in der k.-o.-Runde ihr Können: Die Berlinerin Annabelle Eineicher bekam beim 10:0-Sieg keinen Stich. Auch das Gefecht in der Runde der letzten 16 konnte Greta, wenn auch nur knapp, für sich entscheiden. Der anschließende 10:2-Sieg gegen die Polin Zuzanna Jozwiak war dann wieder eine klare Sache. Im Halbfinale traf sie schließlich auf die Lettin Juta Malniece. Mit 7:10 musste sich die Moerser Fechterin diesmal geschlagen geben, konnte aber erhobenen Hauptes die Bahn verlassen.„Insgesamt bin ich mit den Platzierungen ganz zufrieden“, so Trainer Herbert Wagner nach dem Turnier. „Das Trainingslager war anstrengend und dafür haben sich unsere Fechterinnen und Fechter hier gut verkauft“. Weitere Platzierungen
Weitere Platzierungen
HerrenB-Jugend: 22. Fabian Heuser; 25. Gregor Brandscheidt. Schüler 2005: 19. Alexander Hilbrandt.
DamenB-Jugend: 20. Annabelle Charlotte Peters; Schülerinnen 2003/2004: 12. Merle Stieren; 24. Kristin Johanson

NRZ/WAZ